Recht + Steuern Neues Gesetz soll Firmengründungen in Österreich erleichtern

Eine Karte von Österreich mit den neun Ländern Burgenland, Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark, Tirol, Vorarlberg und Wien.

Eine Karte von Österreich mit den neun Ländern Burgenland, Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark, Tirol, Vorarlberg und Wien.© Maksym Yemelyanov - Fotolia.com

Österreich hat die Höhe des Startkapitals für GmbHs deutlich gesenkt. Dadurch sollen Firmengründungen erleichtert werden. Auch die Rechtsanwalts- und Notarkosten sinken.

Wer in Österreich eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) gründen will, braucht dafür künftig weniger Kapital. Am 1. Juli trat ein Gesetz in Kraft, wonach statt bisher 35.000 Euro jetzt nur noch 10.000 Euro an Stammkapital notwendig sind. Außerdem sinken die Notar- und Rechtsanwaltskosten, die bei der Gründung anfallen, auf etwa die Hälfte.

Dadurch könnten Unternehmen etwa 2000 bis 3000 Euro sparen, sagt René Siegl, Geschäftsführer der österreichischen Betriebsansiedlungsagentur ABA – Invest in Austria. Weitere Erleichterungen gibt es bei der Gewinnbesteuerung: Firmen müssen künftig nur noch mindestens 500 Euro an Körperschaftsteuer bezahlen, statt bisher 1750 Euro.

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„Dieses Gesetz bringt eine weitere Erleichterung und raschere Umsetzung der Unternehmensgründung in Österreich. Davon profitieren sowohl österreichische als auch internationale Firmengründer“, sagt Siegl. „Wir rechnen mit bis zu 1000 zusätzlichen GmbH-Gründungen pro Jahr durch die Reform.“ Vor allem für Gründer, die bisher Schwierigkeiten hatten, ein Stammkapital von 35.000 Euro aufzubringen, bringe die Reform große Vorteile.

Österreich gilt für viele Unternehmen als Tor zu Ländern in Osteuropa – und verstärkt auch zum neuen EU-Mitgliedsstaat Kroatien. „Wir haben in Kroatien eine sehr starke Positionierung und sind dort einer der größten Investoren“, sagt Siegl. Die Wirtschaft Österreichs wuchs 2012 um 0,8 Prozent, für das laufende Jahr rechnet die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) mit einem Plus von 0,3 Prozent.

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