Befristeter Arbeitsvertrag 9 Irrtümer rund um Befristungen

5 vor 12: Läuft ein befristeter Arbeitsvertrag aus, ist eine Verlängerung aus juristischer Sicht nicht mehr möglich.

5 vor 12: Läuft ein befristeter Arbeitsvertrag aus, ist eine Verlängerung aus juristischer Sicht nicht mehr möglich.© sto.E / photocase.de

Macht der Arbeitgeber beim befristeten Arbeitsvertrag Fehler, gilt er als unbefristet. Verlängerung, Kündigung, Befristungen mit und ohne Sachgrund - das sollten Arbeitgeber wissen.

Befristete Arbeitsverträge sind beliebt bei Unternehmern: Mit ihnen können sie Mitarbeiter über einen längeren Zeitraum ausprobieren und haben die Möglichkeit, flexibel auf die Auftragslage zu reagieren. Wer Personal aufstocken will, aber noch nicht sicher ist, ob sich die Investition lohnt, kann das dank Befristungen problemlos tun: Stimmt die Bilanz nicht, lässt man die Verträge einfach auslaufen und vermeidet so langwierige und teure Kündigungsklagen nach betriebsbedingten Kündigungen. Auch als Vertretung bei Elternzeit und längeren Krankheiten sind befristet beschäftigte Mitarbeiter unverzichtbar. Kein Wunder, dass im Jahr 2016 laut Statistischem Bundesamt 4,856 Millionen Menschen befristet beschäftigt waren – 13 Prozent der Angestellten. Die Zahl dürfte weiter steigen: Denn nach Auskunft der Bundesregierung wurde fast jeder zweite neu eingestellte Arbeitnehmer im Jahr 2016 befristet eingestellt.

Chefs sollten allerdings nicht nur die Vorteile befristeter Verträge sehen, sondern auch die Tücken des Arbeitsrechts kennen. Den rechtlichen Rahmen für befristete Arbeitsverträge liefern die Paragrafen 14 bis 21 im Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG). Und Paragraf 16 stellt eindeutig fest: „Ist die Befristung rechtsunwirksam, so gilt der befristete Arbeitsvertrag als auf unbestimmte Zeit geschlossen.“

Anzeige

Unterläuft also einem Arbeitgeber bei einem befristeten Arbeitsvertrag ein Fehler und der Mitarbeiter verklagt ihn deswegen, kann das schwerwiegende Konsequenzen haben: Bei einer erfolgreichen Klage hat der Arbeitnehmer ein Recht auf einen unbefristeten Arbeitsvertrag – mit vollem Kündigungsschutz. Um Klage einzureichen, hat der Arbeitnehmer nach Vertragsende laut Paragraf 17 TzBfG drei Wochen Zeit.

Damit Sie nicht versehentlich eine ungültige Befristung aussprechen, klären wir hier verbreitete Irrtümer rund um befristete Arbeitsverträge auf.

Irrtum 1: Ein befristeter Arbeitsvertrag ist auch dann gültig, wenn er mündlich geschlossen wurde.

Dass mündlich geschlossene Verträge vor Gericht Bestand haben, haben wohl die meisten schon mal gehört. Für den befristeten Vertrag gilt hier jedoch eine Einschränkung: Laut Paragraf 14, Absatz 4 TzBfG muss die Vereinbarung über die Befristung schriftlich fixiert werden. Ist das nicht der Fall, gilt der Arbeitsvertrag als unbefristet.

Irrtum 2: Einen Mitarbeiter darf man maximal zwei Jahre befristet beschäftigen.

In der Tat darf ein Arbeitgeber einen Mitarbeiter grundsätzlich nicht länger als zwei Jahre lang befristet beschäftigen, wenn kein sachlicher Grund vorliegt – so ist es in Paragraf 14, Absatz 2 TzBfG geregelt. Es gibt jedoch mehrere Ausnahmen von dieser Regel:

  • So ist im selben Absatz festgelegt, dass die Tarifpartner eine abweichende Höchstdauer für die Befristung festlegen können. Wie das Bundesarbeitsgericht 2012 entschied, kann dies auch ein längerer Zeitraum sein als zwei Jahre (Az.: 7 AZR 184/11).
  • Bei neu gegründeten Unternehmen ist der Gesetzgeber von vornherein etwas großzügiger: In den ersten vier Jahren nach der Gründung dürfen Mitarbeiter bis zu vier Jahre lang befristet beschäftigt werden (§ 14 Abs. 2a TzBfG).
  • Eine weitere Ausnahme gilt für Arbeitnehmer, die mindestens 52 Jahre alt sind und vor der Anstellung mindestens vier Monate arbeitslos waren. Sie dürfen laut Paragraf 14, Absatz 3 TzBfG bis zu fünf Jahre befristet angestellt werden.
  • Den meisten Arbeitgebern dürfte bekannt sein, dass mit Sachgrund befristete Verträge länger laufen dürfen als zwei Jahre. Ein solcher Sachgrund kann beispielsweise eine Elternzeitvertretung sein, aber auch eine Krankheitsvertretung. Alle Sachgründe listet Paragraf 14, Absatz 1 TzBfG auf.

Irrtum 3: Wer einmal befristet angestellt war, den darf ein Arbeitgeber nicht noch einmal befristet anstellen.

Auch hier kommt es auf die Details an. Denn in Paragraf 14, Absatz 2 TzBfG heißt es zwar: „Eine Befristung nach Satz 1 [d. h.: ohne Sachgrund] ist nicht zulässig, wenn mit demselben Arbeitgeber bereits zuvor ein befristetes oder unbefristetes Arbeitsverhältnis bestanden hat.“ Dennoch kann eine Befristung zulässig sein – wenn ein Sachgrund vorliegt. Diese Regelung ermöglicht es beispielsweise einem Arbeitgeber, einen Mitarbeiter erst ohne Grund befristet einzustellen und im Anschluss als Elternzeitvertretung zu beschäftigen.

2011 entschied zudem das Bundesarbeitsgericht, nach einer dreijährigen Wartezeit sei sogar eine erneute Befristung ohne Sachgrund zulässig (Az.: 7 AZR 716/09): Das Verbot der „Zuvor-Beschäftigung“ dürfe nicht zu einem Einstellungshindernis werden.

Es ist allerdings umstritten, ob die Richter mit diesem Urteil ihre Kompetenzen überschritten haben; denn das Gesetz sieht eindeutig keine Verjährung vor. Zwei Jahre später urteilte das Landesarbeitsgericht (LAG) Baden-Württemberg in einem ähnlichen Fall, die Befristung sei nicht rechtens gewesen (Az.: 6 Sa 28/13), weitere Urteile mit demselben Tenor folgten. Inzwischen steht die Revision von vier Fällen beim Bundesarbeitsgericht steht aus.

Arbeitgeber sollten sich daher gut überlegen, ob es Alternativen zur Mehrfach-Befristung gibt: Bei Differenzen mit dem Arbeitnehmer riskieren sie einen jahrelangen Rechtsstreit. Wer einen Sachgrund anführen kann, ist auf der sicheren Seite – allerdings …

Irrtum 4: So lange ein Sachgrund vorliegt, kann man einen befristeten Vertrag immer wieder verlängern.

Ganz so einfach ist es nicht. Zwar ist dem Gesetz zufolge eine Befristung grundsätzlich zulässig, so lange es einen sachlichen Grund gibt. Mögliche Sachgründe sind etwa vorübergehender Bedarf an Arbeitskräften oder wenn der Arbeitnehmer als Vertretung beschäftigt wird. Das Bundesarbeitsgericht hat den Arbeitgebern bei so genannten Kettenbefristungen aber Grenzen gesetzt. So gaben die Richter 2012 einer Justizangestellten recht, deren befristeter Arbeitsvertrag  binnen elf Jahren 13 Mal verlängert worden war: Die lange Gesamtdauer und die hohe Anzahl der Verlängerungen lege einen Missbrauch nahe (Az.: 7 AZR 443/09).

Andere Regeln gelten übrigens bei sachgrundlos befristeten Verträgen: Sie dürfen ohnehin maximal dreimal verlängert werden (§ 14 Abs. 2 TzBfG).

Irrtum 5: Bei der Verlängerung eines befristeten Vertrags kann man Vertragsdetails ändern.

Häufig nutzen Mitarbeiter die Gespräche rund um die Vertragsverlängerung, um bessere Bedingungen auszuhandeln: mehr Gehalt, Aufstockung von Teilzeit auf Vollzeit oder weitere Änderungen. Willigt der Arbeitgeber hier ein, handelt er sich unter Umständen Ärger ein: Denn durch eine Änderung entsteht ein neuer befristeter Arbeitsvertrag – und da eine Mehrfach-Befristung ohne Sachgrund nach Paragraf 14, Absatz 2 TzBfG rechtlich unwirksam ist, gilt der Vertrag als unbefristet.

Eigentlich soll die Änderungssperre den Arbeitnehmer schützen: Durch sie kann der Arbeitgeber keine Vertragsverlängerung zu schlechteren Bedingungen anbieten. Doch auch eine Gehaltserhöhung führt nach einem Urteil des Bundesarbeitsgerichts aus dem Jahr 2006 zu einem neuen Vertrag (Az.: 7 AZR 12/06).

Sind Vertragsänderungen geplant, sollten diese also unbedingt während der Vertragslaufzeit erfolgen, nicht im Rahmen der Verlängerung.

Irrtum 6: Ist ein befristeter Arbeitsvertrag ausgelaufen, ist das Arbeitsverhältnis auf jeden Fall beendet.

Manche Arbeitnehmer greifen zu verzweifelten Mitteln, wenn es darum geht, ihren Job zu behalten: etwa weiter zur Arbeit gehen, obwohl der Vertrag ausgelaufen ist. Das sollte der Arbeitgeber unbedingt unterbinden und den Arbeitnehmer nach Hause schicken. Denn nach Paragraf 15, Absatz 5 TzBfG kommt es zu einer stillschweigenden Verlängerung des Vertrags, wenn der Arbeitgeber nicht „unverzüglich widerspricht“.

Irrtum 7: Wann der Arbeitsvertrag verlängert wird, ist egal.

Einen Vertrag kann man nur verlängern, so lange er läuft. Endet beispielsweise ein Jahresvertrag am 31. August 2018 und die Vertragsverlängerung wird erst am 1. September 2018 unterzeichnet, ist es juristisch gesehen ein Neuabschluss – und wie immer gilt auch hier: Weil zwei ohne Sachgrund befristete Verträge nacheinander nicht rechtens sind, ist der neue Vertrag unbefristet.

Irrtum 8: Sofern nichts anderes vereinbart ist, gelten für einen befristeten Arbeitsvertrag die gesetzlichen Kündigungsfristen.

Von wegen! In Paragraf 15, Absatz 3 TzBfG, steht eindeutig: „Ein befristetes Arbeitsverhältnis unterliegt nur dann der ordentlichen Kündigung, wenn dies einzelvertraglich oder im anwendbaren Tarifvertrag vereinbart ist.“ Der Vertrag endet also erst zu dem Datum, das vertraglich festgelegt ist – und das gilt für beide Seiten: Auch der Arbeitnehmer kann nicht vorzeitig kündigen. Wer das nicht will, muss eine abweichende Regelung explizit in den Arbeitsvertrag aufnehmen. Außerordentliche Kündigungen, z. B. wegen Diebstahls oder Betrugs, sind allerdings auch bei befristeten Arbeitsverträgen möglich. Was Arbeitgeber sonst noch über Kündigungsfristen wissen sollten, lesen Sie hier.

Irrtum 9: Wird eine Mitarbeiterin mit befristetem Vertrag schwanger, kann der Vertrag nicht auslaufen.

Von wegen! Wenn Frauen während der Vertragslaufzeit in den Mutterschutz gehen, beeinflusst das die Befristung nicht. „Das Arbeitsverhältnis läuft also am vereinbarten Datum aus, beziehungsweise wenn der Angestellte seinen Zweck erfüllt hat“, sagt Nathalie Oberthür, Fachanwältin für Arbeitsrecht und Sozialrecht. Das gilt auch, wenn Arbeitnehmer Elternzeit nehmen: Der Vertrag verlängert sich durch diese Pause nicht – er endet zum vertraglich vereinbarten Termin.

Einen umfassenden Überblick zum Thema Mutterschutz und Elternzeit gibt es in unserem Artikel „Elternzeit und Mutterschutz: Das müssen Arbeitgeber beachten, wenn Mitarbeiter Eltern werden“.

Damit Sie keine teuren Fehler machen

Mit dem impulse-E-Book „Rechtssicher kündigen“ blicken Arbeitgeber endlich durch im Gesetzesdschungel. Jetzt ein Probe-Abo des Unternehmer-Magazins impulse abschließen und das E-Book sichern!
29 Kommentare
  • Arne 11. Juli 2018 11:00

    zu Irrtum 9

    sehe ich das dann Richtig ?

    Wenn ein Mitarbeiter/in in der 6 monatigen Probezeit nach 3 Monaten und 2 Jährigen Befristung für mehrere Monate erkrankt (z.B: Unfall) oder Schwanger wird (z.B: Beschäftigungsverbot), ergibt sich folgendes:
    1. Die Probezeit läuft nach den 6 Monaten in der Erkrankung/Beschäftigungsverbot aus.
    2. Sofern keine Befristung vereinbart wurde, kann nach der Probezeit eine Befristigung in länge der Krankheit angehängt werden. (Gelten hier auch die 2 Jahre ab Einstellung?)
    3. Die getroffene Befristung läuft nach 2 Jahren aus
    4. Eine Kündigung ist während der Erkrankung, Beschäftigungsverbot oder Mutterschutz nicht möglich

    Gruß Arne

  • E.Klotz 9. April 2018 08:28

    Sehr geehrte Damen und Herren
    ich habe einen befristeten Arbeitsvertrag dieser endete am 28.02.2018 nun haben mein Arbeitgeber wie auch ich dieses Datum nicht im Kopf und ich habe weiter gearbeitet und auch Gehalt erhalten allerdings wenn ich das jetzt richtig sehe ohne einen Arbeitsvertrag gehabt zu haben.Wie muss ich jetzt reagieren bzw muss mein Arbeitgeber mich jetzt kündigen,habe ich überhaupt irgend etwas weil ich müsste ja dann jetzt zum Arbeitsamt?Und wie ist es aus der Sicht des Arbeitgeber?Könnt ihr mir helfen?
    Danke L.G.Klotz

    • Lisa Büntemeyer
      Lisa Büntemeyer 9. April 2018 09:28

      Hallo L.G.Klotz,

      rechtliche Beratung in Einzelfällen können und dürfen wir als Redaktion nicht geben.

      Herzliche Grüße vom impulse-Team

      Lisa Büntemeyer

    • Ralf Roscher 12. Mai 2018 23:39

      Herzlichen Glückwunsch, liebe E. Klotz .Sie haben durch fehlerhaftes Verhalten (Versäumnisse)bzw. Handeln des Arbeitgebers Anspruch auf einen unbefristeten Arbeitsvertrag. Gratulation. Mein Rat:Unterschreiben Sie bitte keine zurückdatiert,das heißt vor dem 28.02.2018 datierte Neubefristung, egal mit welchen Methoden ihr Arbeitgeber sie bedrängt. Die besten Grüße kommen von Ralf Roscher

  • Jorgi 16. März 2018 11:19

    Hallo Impulse Team,

    wie ist es wenn Mitarbeiter XY einen AV hat, der EINMALIG BEFRISTET IST, dieser kurz vor dem Fristende verlängert wird aber der Anschlussvertrag auch nochmal BEFRISTET?

    Der Anschlussvertrag müsste laut 1. AV dann doch unbefristet sein, oder?

    • Angelika Unger
      Angelika Unger 16. März 2018 11:28

      Hallo Jorgi,

      siehe Irrtum 4: Sachgrundlos befristet Verträge dürfen maximal dreimal verlängert werden. Für Befristungen mit Sachgrund gilt die Regel nicht.

      Herzliche Grüße vom impulse-Team

  • Angelika Unger
    Angelika Unger 1. Februar 2018 15:59

    Liebe Leserinnen, liebe Leser,

    wir können keine Rechtsberatung im allen Einzelfällen leisten.

    Herzliche Grüße vom impulse-Team

    Angelika Unger

  • Hamestuck 1. Februar 2018 15:52

    Guten Tag,

    Einige Kollegen und ich Hatte einen befristeten Vertrag. Uns wurde bei einer Besprechung gesagt, dass es keine Verlängerungen geben wird.
    Plötzlich nach Ablauf unserer Verträge musste ich von einem Kollegen erfahren, dass es nun doch Verlängerungen für alle übrigen gab.

    Kann das der Arbeitgeber bzw. DAS LAND Baden-Württemberg machen?? Kann man dagegen vorgehen??

  • Aouni 12. Dezember 2017 14:31

    G.T,
    man hat mit mir einen befristeten Arbeitsvertrag von einen Frist von 2 Jahren und 2 Monaten. Es steht keinen Beringungsfund im Vertrag.
    der Arbeitgeber möchte nicht mehr verlängern.habe ich Recht auf eine Unbefristete Stelle?
    würde mich auf eure Antworte freuen….

  • Lisa Schmidt 2. Dezember 2017 15:14

    Ich bin seit ende Oktober schwanger, also in der 2. Woche und ab nächster Woche habe ich eine neue Arbeitsstelle für 2 Jahre befristet. Die Schwangerschaft dauert in der Regel 9 Monate und danach nehme ich keine Elternzeit.
    Kann ich dann in meinen Beruf zurück, denn dieser läuft ja 2 Jahre.

    Vielen Dank für die Antwort

  • Andrea Gast 20. November 2017 09:12

    Hallo,

    wir möchten einem Mitarbeiter den auf ein Jahr befristeten Vertrag erneut um ein Jahr verlängern. Bis wann müssen wir Ihm diese erneute Befristung vorlegen?
    Ablauf des ersten Vertrages am 25.01.2018

    Vielen Dank und lieben Gruß

  • Thomas 10. November 2017 12:52

    Zum Schriftformerfordenis nach §14 Abs. 4:

    Wie sieht es aus, wenn der Vertrag zunächst nur mündlich vereinbart und die Arbeit aufgenommen worden ist.
    Erst 2 Monate später bemerkt der Arbeitgeber sein Versäumnis und legt einen schriftlichen Arbeitsvertrag mit Befristung vor?

    Fall 1: Arbeitnehmer unterschreibt diesen.
    Fall 2: Arbeitnehmer unterschreibt diesen nicht.

    Was ist die jeweilige Folge – Befristeter Vertrag oder unbefristeter Vertrag?

  • Jens 5. Oktober 2017 13:15

    Ist es möglich einen ohne Sachgrund befristeten Arbeitsvertrag durch eine Vertragsergänzung zu verlängern (Befristung jetzt neu nach § 14 (1)) und gleichzeitig in einen befristeten Vertrag mit Sachgrund zu ändern, ohne dass eine Sachgrund genannt wird?

    • Nicole Basel
      Nicole Basel 5. Oktober 2017 15:40

      Hallo Jens,

      wir wollen und dürfen leider keine Rechtsberatung im Einzelfall geben.

      Mit herzlichem Gruß aus der impulse-Redaktion,

      Nicole Basel

  • Stefan 18. September 2017 12:13

    Hallo
    habe einen Befristeten Vertrag (Zeitarbeit)man sagte mir wenn der Kunde mich weiterhin haben möchte wird mein Vertrag Verlängert.
    Muss die Zeitarbeit mir rechtzeitg bescheid geben das die meinen Vertrag Verlängert ?
    Weil ich weiß das der Kunde weiterhin mich möchte .

    Viele Zeitarbeitsfirmen haben mit dem Groß Kunden Verhandelt wegen den Neuem Gesetz (Nach 9 Monaten gleichen Lohn) .
    Daher sind viele Große Leihfirmen weiter hin beim Kunden , die nicht damit Einverstanden waren wurden vom Kunden gekündigt.

  • Tanja Güssow 15. September 2017 08:39

    Habe fast 2 Jahre in einer Firma mit Zeitvertrag , jeweils 1 Jahr befristet. Jetzt geht es um die Entfristung und ich wüsste gerne ob es einen zeitraum gibt an den sich ein Arbeitgeber halten muss, um den Mitarbeitern, Bescheid zu geben, da man sich 3 Monate vor Ablauf, beim Arbeitsamt wieder Arbeitssuchend melden muss, wenn man keine Sperre bekommen möchte. Gibt es dazu eine gesetzliche Regelung?

    • Peter Warn 21. September 2017 05:13

      @Tanja Güssow

      Sie müssen sich 3 Monate vor Ablauf ihres befristeten Vertrages Arbeitssuchend melden.
      Wenn sie es nicht tuen, kriegen sie bei der Bekanntgabe der Arbeitslosigkeit, nachdem der Vertrag ausgelaufen ist eine 3 wöchige Sperre. Haben Sie sich jedoch Arbeitssuchend gemeldet in diesem Zeitraum, können Sie sich bedenkenlos nach dem Auslaufen des Vertrages Arbeitslos melden. Jedoch sollte das nach max. 3 Tagen des Verlustes des Jobs passieren. Ich hoffe ich habe ihnen dabei geholfen

      Gruß Peter

  • Rudolf 31. Juli 2017 18:06

    Mein befristeter Arbeitsvertrag ist zweimal verlängert worden. Vor der zweiten
    Verlängerung, also noch in der vorangehenden Vertragslaufzeit, wurde die
    Stundenzahl deutlich reduziert. Bei der ersten Verlängerung wurde meine
    Stundenzahl jedoch deutlich erhöht und war Bestandteil der Verlängerungsvereinbarung. Da ich keine dritte Verlängerung bekomme, frage ich mich nun, ob bei der ersten Vertragsverlängerung die Befristung rechtsunwirksam geworden ist und diese Rechtsunwirksamkeit fortwirkt, auch wenn der Vertrag danach noch einmal befristet wurde?

    • Nicole Basel
      Nicole Basel 31. Juli 2017 21:45

      Liebe Leser,

      rechtliche Beratung in Einzelfällen können und dürfen wir als Redaktion nicht geben.

      Herzliche Grüße
      Nicole Basel vom impulse-Team

  • Johanna 30. Juli 2017 19:48

    Hallo,

    ich hatte bis anfang 2017 einen Halbjahresvertrag beim Bamf. Nun sind wieder Stellen ausgeschrieben mit diesem Passus: Da die Einstellung nach § 14 Abs. 2 der Teilzeit-
    und Befristungsgesetzes befristet ist, können Bewerberinnen und Bewerber, die innerhalb der letzten drei Jahre bereits in einem Arbeitsverhältnis zum Bund gestanden haben bzw. derzeit stehen, nicht berücksichtigt werden. (BAG vom 06.04.2011, 7 AZR 716/09)

    ich bin anfang 60 und habe keine Lebensarbeitszeit mehr um drei jahre zu warten!

    Eilt Johanna

  • Rahim 18. Juli 2017 22:54

    Ich gätte gerne Ihre Meinung.
    Ich bin ausländicher Arzt und habe mich ich bei einem Klinik beworben. Der Chef hat mir einen Vertrag für 12 Monaten zur Weiterbildung angeboten. Aber hat er mir gesagt dass ich weiter machen kann.
    Der Vertrag endet in Oktober , ich habe gedacht dass er den Vertrag verlängen wird. Heute wurde ich informiert dass keine Verlängerung für mich ist. Ich will nicht noch mal umziehen und nach einer anderen Stelle suchen. Ich möchte weiter in diesem Klinik arbeiten.Was muss ich machen. Danke.

  • Angelika Unger
    Angelika Unger 7. Juli 2017 14:53

    Liebe Leser,

    rechtliche Beratung in Einzelfällen können und dürfen wir als Redaktion nicht geben.

    Herzliche Grüße
    Angelika Unger vom impulse-Team

  • Claudia Tellermann 7. Juli 2017 13:20

    Hallo,

    mein befristeter Arbeitsvertrag (das zweite Jahr in Folge) endet am 06.08.2017 (wurde jeweils für 1 Jahr vertraglich vereinbart).
    Jetzt soll nach dem 06.08.2017 mein Arbeitsvertrag in einen unbefristeten Arbeitsvertrag abgeändert werden.
    Hierzu erhielt ich ein Schreiben wo jedoch „Verlängerungsvertrag“ drüber steht und das mit Wirkung zum 06.08.2017 folgende Änderungen zum Arbeitsvertrag vereinbart werden:

    㤠Befristung
    Das bisher befristete Arbeitsverhältnis wird über die Befristung hinaus fortgesetzt.“

    Sonst steht nichts weiter drin. Was heißt das jetzt aber genau? Ist mein befristeter Vertrag nur verlängert widerum um 1 Jahr? Oder ist er damit tatsächlich umgewandelt in einen unbefristeten Arbeitsvertrag?

    Vielen Dank im Voraus für Ihre Rückantwort.
    Herzlichst
    Claudia

  • syed 4. Juli 2017 11:13

    Hi mein name ist syed

    Ich habe einen Teilzeitvertrag für zwei Jahre(von 2016 bis 2018). Ich arbeite mehr als Teilzeitstunden. Mein Arbeitgeber hat mir einen zusätzlichen Vollzeitvertrag gegeben, ohne den Teilzeitvertrag zu streichen. Es ist ok, zwei Verträge Vollzeit und Teilzeit zu haben. Gibt es rechtliche Notwendigkeit, den Teilzeitvertrag zu stornieren. Oder der Teilzeitvertrag wird automatisch abgebrochen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Tahir

  • Kim viethen 3. Juli 2017 15:56

    Hallo,
    Ich habe vor fast zwei Jahren einen befristeten Vertrag für ein Jahr unterschrieben.
    Arbeite aber noch immer dort…
    Mir wurde gesagt, dass dieser Vertrag dann einfach in einen unbefristeten überläuft, ohne dass daran noch Änderungen vorgenommen werden müssten.
    Ist das nun so korrekt?
    Vielen Dank schonmal.

  • Heike 23. Juni 2017 15:30

    Hallo,

    ich bin derzeitig in einem befristetem Arbeitsverhältnis bis zum 30.06.2017,
    nun hat unsere Leitung mir mitgeteilt, das mein Vertrag sich um ein weiteres Jahr verlängern würde. Ich habe dies aber noch nicht Schriftlich und auch noch nichts Unterschrieben. Wenn ich nun den Nachtdienst in unserem Hause am 30.6. antreten würde, so arbeite ich bis morgen ca 8:00 sprich ich würde am 1.7.2017 arbeiten ohne einen Unterschriebenen Vertrag zu haben.
    Bin ich in dem Falle dann Unbefristet eingestellt, und könnte auch auf dieses Berufen? Das schlimmste was mir in dem Falle passieren könnte wäre doch eine Fristgerechte Kündigung oder kann mein Arbeitgeber dadrauf pochen das er mir vorher mitteilte das der Vertrag sich um ein Jahr verlängern würde?

    Wir sind dem TvÖd unterstellt falls dies Relevant sein sollte.

    • Angelika Unger
      Angelika Unger 23. Juni 2017 15:35

      Hallo Heike,

      rechtliche Beratung in Einzelfällen können und dürfen wir als Redaktion nicht geben.

      Herzliche Grüße
      Angelika Unger vom impulse-Team

  • Riemann 20. Februar 2017 23:06

    Guten Abend,mein Sohn hatte einen Vertrag auf Grundlag des §14 Abs.3 TzBfG befristet für ein Jahr. Jetzt wurde sein Vertrag um ein weiteres Jahr verlängert. Wie oft darf der Arbeitgeber den Vertrag immer wieder für ein Jahr verlängern? Wann muss er ihn fest einstellen? Vielen Dank

    • Verena Bast
      Verena Bast 21. Februar 2017 10:13

      Sehr geehrter Herr Riemann,

      Arbeitgeber dürfen Mitarbeiter grundsätzlich zwei Jahre lang befristet beschäftigen, ohne dass sie dafür einen sogenannten Sachgrund haben. Ein Sachgrund wäre zum Beispiel eine Elternzeitvertretung. Innerhalb dieser zwei Jahre darf ein Arbeitsvertrag maximal drei Mal ohne Sachgrund verlängert werden. Das heißt: Man darf einen neuen Mitarbeiter zum Beispiel zunächst für sechs Monate befristet einstellen und den Arbeitsvertrag dann noch drei Mal um jeweils sechs Monate verlängern. Oder ihn zunächst für ein Jahr befristet einstellen und dann noch einmal für ein Jahr. Erst danach braucht man einen Sachgrund für eine Befristung.

      Es gibt jedoch mehrere Ausnahmen von dieser Regel: Welche das sind, können Sie in diesem Artikel nachlesen: 8 Irrtümer rund um Befristungen.

      Eine Rechtsberatung zu Ihrem konkreten Fall können und dürfen wir jedoch nicht leisten. Falls Sie weitere Fragen haben, müssten Sie sich an einen Anwalt wenden.

      Herzliche Grüße aus der impulse-Redaktion

Auf Kommentar von Rahim antworten Abbrechen

(Die Redaktion schaltet Kommentare montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr frei. Die Angabe von Name und E-Mail-Adresse ist freiwillig. IP-Adressen werden nicht gespeichert. Mit der Abgabe eines Kommentars stimmen Sie unseren Datenschutzbestimmungen zu.)