Eigentumsvorbehalt  So sichern Sie sich vertraglich gegen Insolvenzen von Kunden ab
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Der Eigentumsvorbehalt sichert Unternehmen vertraglich gegen Insolvenzen von Kunden ab.

© Richard Drury / DigitalVision / Getty Images

Geht ein Kunde pleite, kann ein Unternehmen schnell selbst in bedrohliche Schieflage geraten. Wie Sie sich vertraglich dagegen absichern und Forderungsausfälle vermeiden.

Bei der Insolvenz eines Kunden droht Lieferanten ein kompletter Forderungsausfall: Wurden bereits Waren übergeben, aber noch nicht bezahlt, bekommen die Unternehmen schlimmstenfalls für ihre Lieferung kein Geld; zurückholen können sie ihre Ware auch nicht.

„Viele Unternehmen sind für den Fall einer Kundeninsolvenz nicht ausreichend abgesichert“, sagt Matthias Kampshoff, Insolvenzrechtsexperte bei der Kanzlei McDermott Will & Emery in Düsseldorf. Durch die Pleite eines Kunden können sie selbst in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten – vor allem, wenn es sich um einen großen Kunden handelt.

Im ersten Halbjahr 2020 war die Zahl der Firmeninsolvenzen zwar sogar niedriger als ein Jahr zuvor. Experten sind jedoch überzeugt, dass im Herbst deutlich mehr Unternehmen Insolvenz anmelden werden müssen. Der Hauptgrund: Am 30. September 2020 läuft das Gesetz aus, das zahlungsunfähige oder überschuldete Unternehmen unter bestimmten Voraussetzungen von der Pflicht befreit, einen Insolvenzantrag zu stellen. Danach könnte es zu einer Pleitewelle in Deutschland kommen.

Die Regierung will diese Regelung zwar verlängern: Wie der Koalitionsausschuss Ende August beschloss, soll die Insolvenzantragspflicht bei Überschuldung bis zum Jahresende ausgesetzt bleiben. Unternehmen, die zahlungsunfähig sind, sollen ab dem 1. Oktober 2020 jedoch wieder dazu verpflichtet sein, einen Insolvenzantrag zu stellen. In Kraft getreten ist die Verlängerung noch nicht – und sie würde eine mögliche Pleitewelle womöglich ohnehin nur ins Jahr 2021 verschieben.

Die gute Nachricht: Unternehmen können sich vor einer Insolvenz von Kunden schützen und sich vertraglich absichern. Experten empfehlen die folgenden Maßnahmen, die Sie im Zweifelsfall möglichst rasch umsetzen sollten:


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1 Kommentar
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    Ingo Hubertus 3. September 2020 07:51

    Guten Morgen,
    ist zwar eine Gewissensentscheidung mit dem Kunden Vorkasse zu vereinbaren. Da wir aber zu einer Branche (Messebau) gehören welche stark von der Pandemie betroffen ist, bekommen wir nur noch Ware gegen Vorkasse. Selbiges haben wir mit unseren Kunden vereinbart, was bei uns auf der Vertrauensbasis der langjährigen Zusammenarbeit auch funktioniert. Neukunden bzw. Kunden aus dem Ausland werden grundsätzlich zur Vorkasse gebeten. Ist für uns das einfachste Mittel, festzustellen, ob der Kunde bereit ist.
    einen morgendlichen Gruß Ingo Ullrich

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