Recht + Steuern Steuerschätzer senken ihre Prognose

Die stockenden Konjunktur hat Auswirkungen auf die erwarteten Steuereinnahmen. In der kommenden Woche gibt der Arbeitskreis Steuerschätzung seine Prognose bekannt. Wahrscheinlich müssen dann die Erwartungen aus dem Herbst nach unten korrigiert werden.

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Bund, Länder und Kommunen müssen sich angesichts der Konjunkturflaute auf etwas weniger Steuereinnahmen einstellen als zuletzt gedacht. Für 2013 dürfte nach Medienberichten vom Freitag die Prognose gegenüber der Steuerschätzung im Herbst leicht nach unten korrigiert werden. Die Einnahmen steigen den Angaben zufolge aber weiter kräftig, nur langsamer als bisher geschätzt.

Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ bezifferte den Rückgang für dieses Jahr auf vier bis fünf Milliarden Euro – auf ein Gesamtaufkommen von 613 bis 614 Milliarden Euro. Das wäre zwar immer noch mehr als 2012, aber weniger als veranschlagt. Laut „Handelsblatt“ dürfte ein kleiner einstelliger Milliardenbetrag fehlen. Im Jahr 2017 könnte der Staat etwa
700 Milliarden Euro Steuern einnehmen – fast 100 Milliarden Euro mehr als 2012.

Der „Arbeitskreis Steuerschätzung“ mit Experten von Bund, Ländern, Kommunen, Wirtschaftsforschungsinstituten, Bundesbank, Sachverständigenrat und Statistischem Bundesamt kommt an diesem Montag in Weimar zu Beratungen zusammen. Er ermittelt zweimal im Jahr die Einnahmeprognose für Bund, Länder und Gemeinden für die nächsten fünf Jahre. Die neue Steuerschätzung für 2013 und die Folgejahre wird an diesem Mittwoch vorgelegt.

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