Steuerberater finden So finden Sie den passenden Steuerberater

Möchten Sie auch am liebsten um Hilfe schreien, wenn die Steuererklärung ansteht? Ein passender Steuerberater kann Ihnen viel Ärger und Mühe ersparen.

Möchten Sie auch am liebsten um Hilfe schreien, wenn die Steuererklärung ansteht? Ein passender Steuerberater kann Ihnen viel Ärger und Mühe ersparen.© spacejunkie / Photocase

Sie haben nicht den Nerv, Ihre Steuererklärung selbst zu erledigen? Kein Wunder: Für Unternehmer gibt es dabei viel zu beachten. Hilfe vom Steuerberater ist meist sinnvoll - wie Sie den richtigen finden.

Der Gang zum Steuerberater lohnt sich für Unternehmer: Der Experte hilft bei Fragen zu Steuerrecht und Finanzen – und spart vor allem Zeit und Nerven. In Deutschland gibt es mehr als 95.000 Steuerberater. So finden Sie einen passenden.

Seit Anfang 2017 finden Interessierte kostenlos Angaben zu allen in Deutschland zugelassenen Steuerberatern – in amtlichen Steuerberaterverzeichnis der Bundessteuerberaterkammer. „So können Verbraucher feststellen, ob eine bestimmte Person Steuerberater ist“, erklärt Thomas Hund, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Bundessteuerberaterkammer.

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Darüber hinaus können sie auf der Internetseite ihre Steuerberatersuche nach Kriterien wie Spezialthemen, Branchen, Fremdsprachenkenntnissen und Postleitzahl filtern. Einen ähnlichen Service bietet auch der Deutsche Steuerberaterverband an. Welcher Berater zu einem passt, hängt auch von dem genauen Auftrag ab: Geht es um die Erbschaftssteuer, eine Insolvenz oder schlicht eine Einkommenssteuererklärung? „Achten Sie darauf, auf welchen Bereich und welche Branche er sich spezialisiert hat“, rät Isabel Klocke vom Bund der Steuerzahler.

Verschwiegenheitspflicht schützt private Daten

„Ist man fündig geworden, empfiehlt sich ein Blick auf die Website der Kanzlei und eine direkte Kontaktaufnahme“, rät Hund. Ähnlich wie bei anderen freien Berufen kommt es bei der Steuerberatung auch stark auf die Chemie an. Deshalb rät Klocke: „Fragen Sie am besten zuerst im persönlichen Umfeld, welche Erfahrungen beispielsweise Kollegen, Freunde oder Nachbarn gemacht haben.“

Wer einen Steuerberater aufsucht, sollte ihm vertrauen – denn er kennt die Einkommensverhältnisse, den Familienstand und den Kontostand seiner Mandanten. Doch keiner muss Angst haben, dass er etwas Privates ausplaudert. „Steuerberater unterliegen einer Verschwiegenheitspflicht“, sagt Klocke. „Außerdem dürfen sich nur Personen so nennen, die eine entsprechende Prüfung absolviert haben.“ Die Berufsbezeichnung ist geschützt und im Steuerberatungsgesetz verankert.

Gebühren für das Erstgespräch

Wenn jemand den Steuerberater das erste Mal aufsucht, darf dieser laut Hund eine maximale Gebühr von 190 Euro fordern. Meist stellt der Berater im Erstgespräch sehr viele Fragen. „Das ist nicht ungewöhnlich und meist ein Qualitätsmerkmal“, erklärt Klocke. Schließlich muss er die Lebensumstände seines Mandanten gut kennen. Auch der Steuerzahler sollte nachhaken und nach Kosten fragen. „Gegebenenfalls kann der Mandant mit dem Steuerberater auch einen Pauschalbetrag oder eine Zeitgebühr vereinbaren“, sagt Klocke. Das sei dann jedoch eine individuelle Regelung.

Grundsätzlich hängt die Höhe des Honorars von der Art der Leistung, dem Gegenstandswert sowie von den Vermögensverhältnissen des Mandanten ab. Fantasie-Preise muss keiner befürchten: Die Gebührenhöhe ist in der Steuerberatergebührenverordnung  geregelt. Das Honorar kann aber je nach Aufwand innerhalb vorgegebener Spannen variieren.

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„Damit der Mandant die Honorarrechnung nachvollziehen kann, ist der Steuerberater gesetzlich verpflichtet, in seiner Rechnung Mindestangaben zu benennen“, erklärt Hund. Klocke empfiehlt, mit dem Steuerberater einen Vertrag abzuschließen und darin schriftlich festzuhalten, welche Tätigkeiten er genau übernehmen soll.

So lassen sich Kosten sparen

Um die Kosten zu reduzieren, können Mandanten einige Vorarbeit leisten – Selbstständige können etwa ihre Buchhaltung selbst machen und nur die Abschlüsse vom Steuerberater vornehmen lassen. Wer die Steuererklärung vom Profi erledigen lässt, darf sie später abgeben. Die Frist verschiebt sich dadurch von Ende Mai auf Ende Dezember. Klocke rät: „Planen Sie den Besuch beim Steuerberater frühzeitig ein.“ Denn im Dezember kann es schwierig werden, bei einem guten Berater noch einen Termin zu bekommen.

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