Recht + Steuern Umfrage: Alice Schwarzer – zu Unrecht am Pranger?

Diese Woche berichtete "Der Spiegel" erstmals über den jahrzehntelangen Steuerbetrug und die Selbstanzeige der Frauenrechtlerin Alice Schwarzer. Ihr Anwalt spricht von einer "unerträglichen Verletzung des Steuergeheimnisses und der Persönlichkeitsrechte". Sind Sie auch dieser Meinung?

War die Veröffentlichung im Spiegel gerechtfertigt?

6 Kommentare
  • A. Bode 6. Februar 2014 11:05

    Mann muss weiss Gott nicht mit den Äusserungen von Frau Schw. übereinstimmen, aber diese erneute Hetze gegen einen Prominenten ist völlig überzogen! Wir sollten uns eher einmal fragen, woher denn die Kenntnis der Presse in diesen Fällen stammt, wenn es es um vertrauliche oder gar geheime Verfahren bei den Finanzbehörden oder der Staatsanwaltschaft geht. Jeder Bürger – auch Prominente – hat das gesetzlich verbriefte Recht auf Vertraulichkeit in derartigen Verfahren. Eigenartigerweise nimmt aber die Zahl der Fälle stetig zu, in denen offenbar Beamte/Mitarbeiter dieser Behörden Nachrichten über solche Fälle an die Presse lancieren, die es wiederum nicht unterlassen kann, entsprechende Veröffentlichungen zwecks Umsatzmehrung vorzunehmen! Wenn dann auch noch im internet ein shitstorm damit einhergeht, können wir dem Anwalt von Frau Schw. nur beipflichten, die „undichten“ Stellen in der öffentlichen Verwaltung ausfindig machen zu wollen. Ich erinnere in diesem Zusammenhang nur z.B. an den „Fall“ Zumwinkel“, in dem die Presse Kenntnis von der bevorstehenden Verhaftung des Steuerdelinquenten hatte und Reporter zuhauf vor der Tür des Privathauses standen, als die ermittelnde Staatsanwältin erschien. Ein seltsames Rechtsverständnis kann man den „whistleblowern“ hier nur bescheinigen.

  • erwin frey 5. Februar 2014 20:13

    Die Themen von Frau Schwarzer habe ich immer nur am Rande wahrgenommen; ihr kleiner Krieg gegen das andere Geschlecht hat aber auch nichts mit dem zu tun, wie momentan angeblich über sie gerichtet wird. Aber gerade auch hier zeigt sich, wie die „Bevölkerung“ gegeneinander aufgehetzt wird („Teile und Herrsche“ – wer diese Vorgehensweise kennt). Wie auch ein anderer Kommentator schon schreibt, hätte Frau Schwarzer das Recht, gesetzeskonform behandelt zu werden. Gegen diejenigen, welche das Steuergeheimnis verletzen, sollte vorgegangen werden. Recht scheint in unserem Staat heute nicht mehr möglich zu sein. – Denn sonst hätten andererseits viele Politiker bereits verhaftet werden müssen, welche nachweislich illegal, also gegen das deutsche Strafgesetzbuch (§129 u a)“Steuer-CD´s angekauft und gegen das Grundgesetz und gegen geltendes EU-Recht Milliardenbeträge dem deutschen Volk enteignet haben…

  • B. Proschmann 5. Februar 2014 18:20

    Frau Schwarzer schlägt mit gründlicher Ausdauer und Perversion seit Jahren auf die angeblich so schlechten Männer ein. Verdammt Familie und häusliche Ordnung als Frauen-und Kinderfeindlich.
    Ihr ist jedes Mittel Recht, wenn es um die Geiselung der „alten Werte“ geht. Prangert diese aufs schärfste an. Und genau in dieses Schema passt dieses Kapitel Steuerhinterziehung 100 % rein. Und jetzt ist Frau Schwarzer entrüstet wenn genau dieselbe Meute die sie selbst gezeugt und gepflegt hat, offen legt, was sie ist. Nämlich eine total verlogene Person, ohne Reue,Selbsterkenntnis und Pflichtgefühl. Und als die Treibjagd-jetzt aktuell auf Herrn Hoeneß los ging ( und der schafft wenigstens noch Arbeitsplätze und tut tatsächlich etwas für unser Land)- hab ich nichts von Frau Schwarzer von wegen „Persönlichkeitsverletzung“ gehört.

  • K. Reinhardt 5. Februar 2014 17:30

    Fehler gemacht und eingesehen? Nach der Reaktion von Frau Schwarzer und dem Versuch der Ablenkung von diesem Fehler glaube ich nicht an die Ehrlichkeit. Wer in der Vergangenheit so aggressiv andere Menschen „angegangen“ ist, muß sich die Reaktion gefallen lassen.
    Schließlich hat Sie „Dich und mich“ betrogen!

  • Martin Mayer 5. Februar 2014 00:58

    Ich war noch nie der gleichen Meinung mit Frau Schwarzer, und ich hätte sie, wenn es nach mir ginge, schon nach ihrer ersten Emma Ausgabe am liebsten aus dem Verkehr gezogen.
    Aber ich lebe in diesem (noch) so wunderbare Land in dem wir alle uns an Gesetzen zu halten haben und sollten.

    Was heute mit Frau Schwarzer getan wird grenzt an Selbstjustiz. Gültige Gesetze sind gültige Gesetze, ob es uns passt oder nicht. Nur weil sich viele darüber aufregen macht die Sache nicht richtig.

  • E. Kühne 4. Februar 2014 18:22

    Wie heißt es doch?
    “ Man werfe nicht mit Steinen, wenn man / FRAU selbst im Glashaus sitzt. „

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