Fristlose Kündigung wegen Beleidigung Wer beleidigt, fliegt raus

Einen guten Umgangston gebietet nicht nur der Anstand, sondern auch das Recht. Mitarbeitern, die Kollegen gegenüber ausfällig werden, darf gekündigt werden.

Das entschied das Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein im Fall einer Bäckereifachverkäuferin, die eine Auszubildende vor Kunden grob beleidigt hatte. Der Frau war außerordentlich gekündigt worden, weil sie der Kollegin gegenüber unter anderem geäußert hatte: „Wenn du mich noch einmal beim Chef anscheißt, gehe ich dir an den Hals!“

Zuvor hatte es mehrere Gespräche gegeben, in der die Verkäuferin angewiesen wurde, gegenüber der Auszubildenden einen angemessenen, freundlichen Ton zu wahren. Kurz darauf wurde die Frau aber erneut ausfällig – und dies im Beisein der Filialleiterin.

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Ihre Kündigungsschutzklage wies das Landesarbeitsgericht zurück. Trotz ihrer langen Betriebszugehörigkeit sei ihr Verhalten nur durch eine fristlose Kündigung zu ahnden. Der Arbeitgeber habe alle Arbeitnehmer seines Betriebs vor tätlichen Angriffen zu schützen (Az.: 3 Sa 224/09).

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