Urteile „Ich hau dir vor die Fresse“ rechtfertigt Kündigung

Wer als Chef Prügel angedroht bekommt, hat gute Karten bei der Kündigung des Mitarbeiters - selbst nach 25 Betriebsjahren. Vor Gericht endete ein Rechtsstreit zwischen Arbeitgeber und einem Straßenbauarbeiter mit einem Vergleich. In der ersten Instanz hatten die Richter sogar den fristlosen Rauswurf als gerechtfertigt angesehen.

Vor dem Landesarbeitsgericht in Düsseldorf ist die Drohung eines Straßenbauarbeiters gegenüber seinem Chef („Ich hau dir vor die Fresse“) am Mittwoch mit einem Vergleich geendet: Der Mann stimmte seiner fristgemäßen Kündigung samt 3000 Euro Abfindung zu.

In erster Instanz hatte das Arbeitsgericht in Mönchengladbach sogar den fristlosen Rauswurf als gerechtfertigt angesehen. Erschwerend war in dem Fall hinzugekommen, dass der Arbeiter bereits ein Jahr zuvor nach einer ähnlichen Drohung abgemahnt worden war. Der Gekündigte hatte argumentiert, der Umgangston sei allgemein rau gewesen. Zudem sei er von seinem Vorgesetzten massiv provoziert worden.

Anzeige

Hinterlassen Sie einen Kommentar

(Kommentare werden von der Redaktion montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr freigeschaltet)

Bitte beantworten Sie die Sicherheitsabfrage (Anti-Spam-Schutz): *Captcha loading...