Sponsored PostAnzeige Verpackungsgesetz – Was Unternehmer jetzt tun sollten

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Neues Jahr, neues Gesetz: Am 1. Januar 2019 ist Stichtag für das neue Verpackungsgesetz, das die Pflichten für alle, die Verkaufsverpackungen in Verkehr bringen, verschärft. Interseroh erklärt, was sich ändert und wie Sie sich optimal vorbereiten.

Der Distanzhandel boomt, kaum noch eine Ware wird unverpackt angeboten – und der Berg aus entsorgten Versandkartons, Plastikfolien, Umverpackungen und Altglas wächst und wächst. Was die bislang geltende Verpackungsverordnung nicht mehr abdecken konnte, ist nun Gegenstand des Verpackungsgesetzes (VerpackG).

Es setzt eine signifikante Erhöhung der Recyclingquoten für Verpackungsmaterialien an und baut zur Erreichung dieser Ziele verstärkt auf das Prinzip der Produktverantwortung, das Händlern und Herstellern für ihre Verpackungen zukommt.

Quelle: EyeEm, Jasmin Awad, 97722917 (ID)

Welche Pflichten bringt das VerpackG mit sich?

  • Wie bereits im Rahmen der Verpackungsverordnung Pflicht, muss sich weiterhin jeder, der eine Verkaufsverpackung erstmalig mit Ware befüllt und an den privaten Endverbraucher vertreibt, durch ein sogenanntes „Lizenzentgelt“ an einem der neun dualen Systeme (z. B. Interseroh ) beteiligen. Auf diese Weise trägt er die Kosten für das Duale System mit, das den Verpackungsmüll sammelt, sortiert und anschließend für ein effizientes Recycling der Materialien sorgt.
  • Neben dieser Beteiligungspflicht führt das VerpackG zusätzlich eine Registrierungspflicht bei der Zentralen Stelle Verpackungsregister (ZSVR) ein, die als Kontrollinstanz des Gesetzes neu ins Leben gerufen wurde.

Wer ist betroffen?

Unabhängig von Verpackungsmenge, Verpackungsart oder Gewerbegröße gelten die Pflicht zur Beteiligung und Registrierung für jeden Händler bzw. Hersteller, der verpackte Produkte an den privaten Endverbraucher verkauft.

Unerheblich ist dabei, ob Sie einen eigenen Webshop betreiben, im produzierenden Gewerbe tätig sind oder Marktplätze wie Amazon oder eBay nutzen.

Welche Verpackungsmaterialien müssen lizenziert werden?

Die Beteiligungspflicht für Verkaufsverpackungen gilt ab der ersten befüllten und in Umlauf gebrachten Verkaufsverpackung – somit gibt es ausdrücklich keine Mindestmengen. Konkret bezieht sich das VerpackG auf alle Verpackungen und Verpackungsmaterialien, die der private Endkonsument bei sich zu Hause als Abfall entsorgt und die von dort abgeholt und in den Verwertungskreislauf überführt werden müssen.

Unter den Oberbegriff Verkaufsverpackung fallen dabei nicht nur die direkte Produktverpackung, sondern auch die Versandverpackung (samt Polstermaterial und Packhilfsmitteln) und die Serviceverpackung (typische Beispiele sind Bäckereitüten oder Pizzakartons).

Quelle: Interseroh

Welche Sanktionen drohen bei Nichtbeachtung des Gesetzes?

Kommen Sie Ihren Pflichten aus dem VerpackG nicht nach, indem Sie beispielsweise falsche Mengen melden, begehen Sie eine Ordnungswidrigkeit, die mit Bußgeldern von bis zu 200.000 Euro und Vertriebsverboten geahndet werden kann. Außerdem wird die Zentrale Stelle Verpackungsregister mit Inkrafttreten des Gesetzes ein öffentlich einsehbares Register führen, in dem alle registrierten Unternehmen vermerkt sind und das insofern Abmahnungen durch Wettbewerber provozieren kann.

So stellen Sie sich in 3 Schritten VerpackG-konform auf

1. LIZENZIEREN

Melden Sie sich unter Angabe Ihrer individuellen Verpackungsmenge bei einem dualen System (z. B. über den Onlineshop Lizenzero  beim Dualen System Interseroh) an.

2. REGISTRIEREN

Im nächsten Schritt registrieren Sie Ihr Unternehmen über LUCID  bei der Zentralen Stelle Verpackungsregister. Halten Sie hierzu den Namen Ihres dualen Systems und Ihre dort gemeldete Verpackungsmenge bereit. Beim dualen System wiederum tragen Sie die von der Zentralen Stelle erhaltene Registrierungsnummer ein.

3. BESTÄTIGEN

Da sich im Laufe des Jahres natürlicherweise Schwankungen ergeben können, gleichen Sie zu Beginn des Folgejahres Ihre ursprünglich gemeldeten mit den tatsächlich in Verkehr gebrachten Mengen ab. Diesen Finalwert tragen Sie abschließend sowohl bei der Zentralen Stelle als auch bei Ihrem dualen System ein.

 

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1 Kommentar
  • Marc Gutt 27. Oktober 2018 16:54

    Schon komisch. Die Entsorger verdienen Geld beim Verkauf der Pappe, verlangen je nach Ort sogar Geld für die Abholung der Tonnen vom Verbraucher und jetzt soll der Händler, der es logischerweise auch auf den Kunden umlegt, ebenfalls zur Kasse gebeten werden? Das ist für mich nicht wirklich nachvollziehbar und erklärt auch warum Amazon immer mehr Sachen in der Verpackung des Herstellers versendet. Übrigens sende ich bei Retouren die Kartons als Füllmaterial wieder an Amazon zurück, sofern unsere Tonne droht zu explodieren. Was sagt das Gesetz denn dazu?

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