Recht + Steuern Zuschüsse sind wohl doch in Sichtweite

Die Bundesregierung will Sanierungen mit Steuervorteilen und günstigen Krediten fördern - allerdings erst ab 2012. Eine Vorverlegung scheint nun möglich: Die Angst vor Stau und Stillstand lässt manche Politiker umdenken.

Die steuerliche Absetzbarkeit für die energetische Gebäudesanierung wird wohl ab sofort und nicht erst ab 2012 gelten. Das deutete sich nach Anhörungen im Bundestag an. „Wir möchten verhindern, dass in diesem Jahr ein Stau entsteht und Sanierungsmaßnahmen auf 2012 verschoben werden“, sagte Sebastian Körber, baupolitischer Sprecher der FDP-Fraktion, der Nachrichtenagentur dpa. Daher sollten jährlich zehn Prozent der Sanierungskosten rückwirkend ab dem Kabinettsbeschluss vom 6. Juni geltend gemacht werden können.

Weil 40 Prozent der Energie in Gebäuden verbraucht wird, will die Bundesregierung im Zuge des Atomausstiegs und der Energiewende das Dämmen von Wänden und das Austauschen von Fenstern stärker fördern. Demnächst entscheidet der Bundestag über die Maßnahmen. Auch denkmalgeschützte Gebäude sollten von dem Sanierungsprogramm profitieren, forderte Körber.

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Neben der steuerlichen Absetzbarkeit, die über mehrere Jahre ein Volumen von bis zu 1,5 Mrd. Euro ausmachen kann, soll das Förderprogramm mit zinsgünstigen Krediten ab 2012 um rund 500 Mio. auf 1,5 Mrd. Euro aufgestockt werden. So soll die jährliche Sanierungsrate auf zwei Prozent verdoppelt werden. Bei dem Förderprogramm der staatlichen KfW-Bank können auf einen Euro Förderung bis zu 16 Euro an Investitionen fallen. Besonders das Handwerk profitiert dadurch.

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