Die größten Einsparpotenziale

Ob in der Fertigungshalle oder in den Büroräumen – die Energieeinsparpotenziale in vielen Unternehmen sind enorm. Vor allem durch die Sanierung der Gebäudehülle und durch den Einsatz moderner Querschnittstechnologien lässt sich der Energieverbrauch häufig um zweistellige Prozentzahlen reduzieren. Die Infografik zeigt, an welchen Stellen Sparpotenzial liegt.*
* Datenbasis: Deutsche Energie-Agentur (dena)  

  • Beleuchtung
    (70 % Energiesparpotential)

    • Einsatz effizienter Leuchten mit guter Lichtlenkung
    • Maximale Ausnutzung des verfügbaren Tageslichts durch tageslichtabhängige Lichtsteuerung
    • Vermeiden unnötiger Beleuchtung bei Abwesenheit durch die Verwendung von Präsenzmeldern
    • Verwenden von Lampen mit Schutzart, um die Verunreinigung im Inneren zu verhindern
  • Druckluft
    (50 % Energiesparpotential)

    • Regelmäßige Prüfung auf Leckagen
    • Anpassung der Druckluftqualität an die Anforderungen der Verbraucher
    • Einsatz drehzahlgeregelter Kompressoren zur optimalen Bedarfsabdeckung bei minimalen Leerlaufverlusten
    • Einsatz einer zentralen Steuerung zur Kombination mehrerer Drucklufterzeuger
  • Kältetechnik
    (30 % Energiesparpotential)

    • Energetische Betrachtung und Bewertung des Gesamtsystems aus Kälteerzeuger und Nutzsystem
    • Optimierung von Anlagenkonzepten, z.B. Kältemittelauswahl, Wahl des Temperaturniveaus
    • Effiziente Regelung der Kälteanlagen
    • Reduzierung der treibenden Temperaturdifferenzen an Wärmetauschern
    • Verbesserung des Wirkungsgrades bei der Energiebereitstellung
    • Einsparungen beim Kältebedarf
  • Energieeffizienzmaßnahmen in bestehenden Gebäude:
    (80 % Energiesparpotential)

    • Effiziente Wärmeversorgung (Modernisierung ineffizienter Wärmeerzeuger und des Verteilernetzes, Verringern der Vorlauftemperaturen, hydraulischer Abgleich)
    • Außenwände (Verbesserung des Wärmeschutzes durch Dämmung, Nutzung hinterlüfteter Fassaden)
    • Fenster (Verbesserung der thermischen Eigenschaften, effektiver außenliegender Sonnenschutz)
    • Rolltore (Verbesserung der thermischen Eigenschaften und der Luftdichtheit)
  • Informationstechnologie
    (75 % Energiesparpotential)

    • Anpassung der vorhandenen IT und der Server an den tatsächlichen Bedarf
    • Sensibilisierung der Mitarbeiter für energieeffizientes Nutzerverhalten
    • Zentrales Powermanagement
    • Berücksichtigung von Effizienzkriterien im Einkauf
    • Substitution von Desktop-PCs durch effiziente Notebook- oder Thin-Client-Lösungen.
    • Klimatisieren von Serverräumen
  • Lüftungstechnik
    (25 % Energiesparpotential)

    • Reinigen der Lüftungsanlagen
    • Angleichen des Volumenstroms an den aktuellen Bedarf durch motorische Volumenstromregler und drehzahlgeregelte Ventilatoren
    • Einsatz von Motoren und Ventilatoren mit hohem Wirkungsgrad
    • Optimierung der Kanalquerschnitte
    • Reduzierung der Druckverluste durch gradlinige Kanalführung
    • Nutzung der Wärmerückgewinnung
  • Motoren
    (40 % Energiesparpotential)

    • Anpassung der Antriebsleistung und Reduzierung des Strombedarfs durch verbesserte Regel- und Steuervorrichtungen (z.B. Frequenzumrichter)
    • Verbesserte Abstimmung der Komponenten und Reduzierung verlustbringender Betriebsbedingungen
    • Prozessoptimierung durch übergeordnete Steuerung
    • Einsatz reibungsmindernder Schmierstoffe
    • Regelmäßige Wartung
  • Prozesswärme
    (30 % Energiesparpotential)

    • Minimieren des Wärmebedarfs und der Wärmeverluste durch wirtschaftlich optimale Wärmedämmung von Rohrleitungen
    • Einsatz von regelbaren Brennern
    • Regelung der Luftzufuhr mittels Abgasregelung
    • Nutzung der Abwärme durch Wärmerückgewinnung (Brennwerttechnik, Economiser, Luftvorwärmer, Rekuperatorbrenner, Regenerativbrenner)
    • Einsatz von Wärmespeichern
    • Bedarfsgerechte Erzeugung durch Mehrkesselregelung
  • Pumpen
    (30 % Energiesparpotential)

    • Analyse des gesamten betrieblichen Pumpensystems (Förderhöhe, Volumenstrom, Druck und Temperatur)
    • Anpassung von Förderhöhe und Menge an den tatsächlichen Bedarf
    • Austausch überdimensionierter Pumpen und Entfernen von Pumpenbypässen
    • Einsatz von hocheffizienten Pumpenantrieben
    • Einsatz drehzahlgeregelter Pumpen zur optimalen Bedarfsabdeckung
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Quelle: Broschüre Energieeffizienz in kleinen und mittleren Unternehmen, Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena), 12/13