Unternehmen Ältester Familienbetrieb der Welt: 1295 Jahre treu

Zengoro Hoshi (74) und seine Frau Chizuko Hoshi (69) im Garten des traditionellen Ryokans Hoshi Onsen.

Zengoro Hoshi (74) und seine Frau Chizuko Hoshi (69) im Garten des traditionellen Ryokans Hoshi Onsen.© Dörthe Hagenguth

Der älteste Familienbetrieb der Welt liegt in Japan. 46 Mal ging er vom Vater an den Sohn. Nun steht die Geschichte an einem Wendepunkt.

Obwohl er nur eine Bahnreise entfernt liegt, scheint dieser Ort weit weg von Tokio, den bunten Lichtern, dem Lärm, den überfüllten Bahnsteigen. Zwischen grünen Feldern erhebt sich ein Dorf, mittendrin ein Haus mit Fenstern und Türen aus Reispapier. Am Eingang stehen Holzpantinen schnurgerade aufgereiht. Wer hineinschlüpft, betritt ein anderes Japan, eine andere Zeit.

Ein Mönch entdeckte hier einst eine heiße Quelle, deren Wasser heilen soll. Aus ihr wurde ein Kurbad, dann ein Kurhotel. 1295 Jahre später gibt es das Hotel immer noch: Hoshi Onsen ist das älteste Unternehmen der Welt, das durchgehend in der Hand einer Familie lag. Über Generationen wurde es weitergegeben – vom Vater an den Sohn. Und jeder, der an die Spitze tritt, trägt bis heute den Nachnamen des Mönches und den Vornamen des Holzfällers, der ihn damals durch den dichten Wald an die Quelle führte: Zengoro Hoshi.

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Trauriges Kapitel in einer langen Geschichte

Der aktuelle Zengoro Hoshi ist die Nummer 46 in der Rangfolge, sein Sohn Hiroshi sollte der 47. werden. Die Arbeit ist mühsam. Japan steckt seit Jahren in der Krise. Die Familie muss zunehmend um Gäste kämpfen. Hiroshi, der designierte Nachfolger, sagte tapfer: „Auch wenn wir weinen, weil wir so hart schuften – die Kunden dürfen das nicht mitbekommen. Sie glücklich zu machen, ist unser Job.“ Und sein Schicksal. Für ihn war der Weg klar: „Vielleicht muss ich leiden, damit es späteren Generationen wieder besser geht.“ Kurz nachdem er diese Worte sagte, starb Hiroshi, sein Herz hörte einfach auf zu schlagen – nach nur 46 Jahren.

Es ist ein trauriges Kapitel in der langen Geschichte, aber es muss hier gleich am Anfang erzählt werden, weil es so viel mehr über die Familie sagt als alles an­dere. Über die Last der Tradition, den Druck der Erbfolge, die Treue gegenüber einer uralten Idee.

Ein Jahr ist Hiroshi nun tot. Seine Eltern und seine drei Geschwister haben still getrauert. Keinen einzigen Tag haben sie das Hotel geschlossen. „Es ist der Kern unserer Identität, die Quelle zu schützen“, sagt der Vater, „wir werden das niemals aufgeben.“ Er sei jeden Tag stolz auf dieses Haus und seine Ahnen. Ein einzelnes Leben ist nichts, woran sich die Familie Hoshi misst.

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Eine Firma in 46. Generation zu führen – das wird im kleinen Dorf Awazu Onsen, an der Westküste Japans, klar – ist süß und bitter, Genuss und Pflicht. Es bedeutet, ein einzigartiges Unternehmen zu prägen, es zu lieben, manchmal auch zu hassen, wie einen Bruder oder eine kleine Schwester, die mehr Aufmerksamkeit bekommt – und für dieses Familienmitglied trotzdem alles zu tun. „Weil man gar nicht anders kann“, sagt Zengoro Hoshi.

Der 75-jährige Patriarch hat den Ort seiner Geburt nur kurz zum Studieren verlassen und in seinem Leben noch nie länger als zwei Tage am Stück Urlaub gemacht. Seine Hoffnungen, Gedanken, Wünsche und Pläne drehen sich immer um das Hotel. Daran hat auch der Tod seines Sohnes nichts geändert. Zengoro Hoshi steht seit 1980 an der Spitze des Unternehmens und wird – obgleich sein zweiter Sohn auf seine Chance wartet – wohl erst aufhören, wenn er eines Tages nicht mehr aufstehen kann.

Die Jugend fliegt nach Hawaii

Am meisten liebt er den alten Garten, schon seit seiner Kindheit, damals wurde er noch Hajime gerufen. Die Steine und Pflanzen hier flüstern Geschichte. Eine Schildkröte, die Generationen von Gästen erlebt hat, trödelt durch den Innenhof. Sie soll Glück bringen und ein langes Leben. Die mannsdicken Wurzeln eines Baumes erzählen von den 400 Jahren, die er hier wächst. Überall stehen antike Lampen und Steine, die Hoshis Ahnen zum Andenken an Kaiser und Prinzen in den Garten setzten. Gäste klappern in Holzpantinen über die Wege oder stapfen leise durchs Moos. Sie sitzen ein­gehüllt in dünne Stoffkimonos auf Bänken und sehen den Koi-Karpfen beim Schwimmen in den Teichen zu. Abtauchen, entspannen, ruhig werden. Das ist seit Jahrhunderten die Idee eines so­genannten Onsens, eines japanischen Bades.

Früher kamen die Kaiser, Adeligen und ihr Gefolge. Dann reisten Großfamilien an, in den 1980er-Jahren die aufstrebenden Firmen des Landes – das war die beste Zeit in der Geschichte. Die Familie baute an, vergrößerte das Hotel auf 150 Zimmer. Ein großer Kasten wuchs hinter dem Haus mit den Türen aus Reispapier in die Höhe. „Jeden Abend wurde groß gefeiert und Karaoke gesungen. 300 bis 400 Gäste übernachteten gleichzeitig im Hotel, oft sechs auf einem Zimmer“, erzählt Hoshi. Heute kommen eher Paare oder Familien mit einem Kind.

Japan steckt seit Jahrzehnten in der Krise, die Menschen geben weniger Geld aus, gleichzeitig verändert sich der Lebensstil. Die Jüngeren fliegen nach Hawaii, statt in einem Onsen zu baden. Sie trinken Wein statt Sake. Sie essen Burger statt Sushi.

Der Wandel hat im Inselstaat lange auf sich warten lassen – wie unter einer schützenden Glaskuppel konnten die Unternehmen mit ihren tradierten Mustern so überleben – daher auch die ungewöhnlich hohe Zahl alter Unternehmen in Japan. Eine Studie aus Korea zählte 2008 weltweit 5586 Unternehmen, die älter als 200 Jahre waren, 3146 davon in Japan. Auf Platz zwei folgte mit großem Abstand und 837 Firmen Deutschland.

Die japanischen Methusalem-Betriebe schreinern Möbel für Tempel, pressen Papier, brauen Reiswein oder fertigen Süßigkeiten aus Soja – und leben in der Regel allein vom Binnenmarkt. Nun leiden sie umso stärker unter dem Wandel.

„Meine Ahnen haben schon so vieles überlebt“

Die Baufirma Kongō Gumi aus Osaka, laut Guinness Buch der Rekorde lange das älteste Familienunternehmen der Welt, meldete 2007 Insolvenz an – nach 1428 Jahren. Die Familie hatte erfolglos versucht, die starken Auftragsrückgänge durch Immobilienspekulationen aufzufangen. Die Zahl der Sake-Brauereien im Land schrumpfte binnen eines Jahrzehnt von 4000 auf 800. Die tradi­tionellen Hotels werden von internationalen Ketten bedrängt. Überleben wird nur, wer sich rasch anpasst.

„Die Situation ist bedrohlich, die Zukunft ungewiss“, sagt Hoshi. „Aber meine Ahnen haben schon so vieles überlebt.“ Brände, Taifune, Überschwemmungen. Im Zweiten Weltkrieg heilten sie die Wunden von Soldaten und warteten, bis die Gewalt endete. Doch diesmal geht der Konflikt nicht einfach wieder vorüber. Er macht auch vor der Familie nicht halt. Es geht um die Kernfrage: Wie viel Altes verträgt das neue Japan?

Hoshi ist ein Mann, der Bäume mit der Hand zu akkuraten Kugeln schneiden kann. Er kennt die Bedeutung von Steinen, die in einen Zen-Garten gehören, zitiert Philosophen. Morgens um 6.45 Uhr empfängt er seine Gäste zur Teezeremonie. Auf Knien sitzen sie erwartungsvoll um ihn herum. Hoshi strahlt Würde aus, Klugheit und eine Gelassenheit, die den Raum erfüllt.

Hiroshi Hoshi (48), Sohn des Eigentümers und Leiters Zengarao Hoshi, arbeitete als Koch im Ryokan Hoshi Onsen, dem zweitältesten Familienunternehmen der Welt.

Hiroshi Hoshi (48), Sohn des Eigentümers und Leiters Zengoro Hoshi, arbeitete als Koch im Ryokan Hoshi Onsen.© Dörthe Hagenguth

Er schlägt einen Gong, dessen Ton gemächlich zur Decke schwebt. Dann kommt seine Frau, die schwarzen Haare hat sie hochgesteckt, ihren bodenlangen Kimono mit einem Gürtel zusammengebunden. Sie gießt Wasser in eine Schale mit grünem Teepulver, rührt vorsichtig, rutscht auf Knien zu einem Gast, verbeugt sich und übergibt die Schale. Sie hat die Kunst der Teezeremonie schon als Kind gelernt, sie wurde ebenfalls in einem Hotel groß. Deswegen wurde sie als Frau für Hoshi ausgesucht.

Es ist eine andere Welt, in der die beiden aufgewachsen sind. Und die nun auf die Welt der bunthaarigen, technikverliebten jungen Japaner prallt. „Die Regeln von früher habe ich verstanden – ich wusste, was zu tun war“, sagt Zengoro Hoshi.“Den modernen Lebensstil kann ich manchmal nicht nachvollziehen.“

Als Kind lebte er mit seinen Eltern, seinem Bruder und Dutzenden Angestellten im Hotel. „Jeder war mein Lehrer, jeder hatte Gaben, die er mit mir teilte.“ Kochen, die Gäste bedienen, meditieren. Wenn es nach ihm ginge, könnte das immer so weitergehen – die Firma eine Familie bleiben, „alle unter einem Dach“, sagt er. Doch die Zeiten haben sich ge­ändert, heute muss er die Mitarbeiter nach acht Stunden heimschicken. Arbeitsschutzgesetz. „Da geht etwas verloren“, sagt Hoshi.

Scheidung nach wenigen Tagen

Als seine zwei Söhne alt genug waren, arrangierte Hoshi Ehen für sie, so wie er es von seinen Eltern und Großeltern gelernt hatte. Hiroshi, der das Hotel übernehmen sollte, heiratete eine Frau aus einer Hoteliersfamilie mit tadellosem Ruf. Für Yutaka suchte der Vater die Tochter eines großen Teehändlers aus, damit auch er ein Unternehmen führen könne. Normalerweise sprechen Japaner nicht gern über persönliche Dinge. Doch Zengoro Hoshi will reden, er macht sich Sorgen. „Meine Kinder sind nicht unabhängig geworden“, sagt er. „Das war mein Fehler. Ich habe die Ehen nicht gut arrangiert.“

Es ist ein verstörender Satz für Ausländer. Um ihn einzuordnen, muss man verstehen, dass japanische Familienunternehmer bis heute nach uralten Prinzipien leben. Frauen kommen als Nachfolger grundsätzlich nicht infrage. Hisae Hoshi, 41 Jahre alt und unverheiratet, hilft im Hotel. Sie ist schüchtern und scheint froh zu sein, wenn sie keiner der Gäste groß beachtet. Ihre Schwester lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern in einer anderen Region.

Arrangierte Ehen sind in diesen Kreisen durchaus üblich – den Söhnen und Töchtern ein gutes Leben zu organi­sieren, gilt sogar als Pflicht liebender Eltern. Fehlt der Nachfolger, wird ein junger Mann adoptiert oder über Heirat in die Familie geholt. Den Traditionen nach darf zudem immer nur einer den Namen der Familie übernehmen und den Betrieb erben. „Die Familien halten die Zahl der Nachfolger durch die strikten Erbregeln klein, das ist eines ihrer Überlebensgeheimnisse“, sagt Toshio Gotō, der an der Japan University of Economics Familienunternehmen erforscht. Streit unter Cousinen und Cousins oder Geschwistern ums Firmenerbe, Clankriege – das gebe es in seiner Heimat praktisch nicht.

Doch die starren Muster werden jetzt durchlässig. Es ist eine Zeit des Umbruchs, die neue Konflikte mit sich bringt. So ließen sich Hoshis Söhne bereitwillig verheiraten. Sie scheiterten aber daran, diese Ehen zu leben.

Yutaka, damals Mitte Dreißig, kam nach wenigen Tagen zurück von der Teeplantage. Er hatte sich mit seiner Frau nicht verstanden. Eine Schmach für die ganze Familie. Bei dem zwei Jahre älteren Hiroshi sah es zunächst nach einer glücklichen Verbindung aus. „Er ist direkt, offen und hat einen Zug von Unabhängigkeit an sich, den seine Frau und drei Kinder ohne Frage an ihm schätzen“, schrieb der amerikanische Wissenschaftler und Autor William O’Hara, der die Familie vor über zehn Jahren für sein Buch „Centuries of Success“ besuchte.

Doch auch dieses Paar trennte sich. In Hiroshi blieben Trauer und Wut zurück. Für ihn, den Thronfolger, war es ein Versagen – der tiefste Bruch in seinem Leben. Schon damals erlitt er einen Schlaganfall, von dem er sich nur mühsam erholte. Er wollte dennoch unbedingt seine Bestimmung erfüllen und das Hotel übernehmen. Er starb wohl auch, weil er sich nicht schonte.

Zerrissen zwischen Liebe und Tradition

Zwischen den Brüdern kam es zunehmend zu Streit. Der Ältere wollte, dass der Jüngere wieder heiratet und einen anderen Namen annimmt. Wenige Monate vor seinem Tod sagte Hiroshi mit Tränen in den Augen und Trotz in der Stimme: „Nur einer von uns kann den Namen Hoshi tragen, so ist es immer gewesen, so muss es sein.“ Er wollte das Unternehmen keinesfalls gemeinsam führen. „Das ist gegen alle Regeln. Mein Vater muss meinen Bruder Yutaka wegschicken.“

Zengoro Hoshi schaffte das nicht. Er stellte seine Liebe über die Tradition und ließ beide Söhne im Hotel arbeiten. Nachts träumte er schlecht von einer Zukunft, in der er nicht mehr da war, um zu vermitteln. Er lag wach und fragte sich, ob er Hiroshi einsetzen sollte, wie immer geplant, oder doch den jüngeren und gesünderen seiner Söhne.

Zengaro Hoshi  hält jeden Morgen zu den Gästen im traditionellen Teeraum eine Ansprache.

Zengoro Hoshi hält jeden Morgen zu den Gästen im traditionellen Teeraum eine Ansprache. © Dörthe Hagenguth© Dörthe Hagenguth

Dann entschied das Schicksal. Hiroshis Tod brachte tiefe Trauer, ließ die Familie aber auch zusammenrücken. Yutaka, 45 und Single, möchte nun nachfolgen. Sein Sohn sei aber noch nicht so weit, sagt Hoshi. Der 75-Jährige will das Hotel weiter führen bis zum 1300. Jubiläum in fünf Jahren, vielleicht auch länger. Auch sein Vater und Großvater blieben im Amt, bis sie starben. Und Hoshi will die Geschäfte gut übergeben. Er ist noch nicht bereit, loszulassen: „Die Ausbildung eines Erben und die Übergabe des Unternehmens sind schwieriger als jede andere Aufgabe.“

Internationale Gäste sollen die Zukunft sichern. Anders als viele andere japanische Familienunternehmer spricht Hoshi selbst etwas Englisch und hat Mitarbeiter angeworben, die Koreanisch, Chinesisch und Englisch verstehen. Das Hotel ist auf 70 Zimmer geschrumpft, zählt aber noch immer 3500 Gäste pro Monat. Vielleicht werden sie das Haus ein weiteres Mal verkleinern, noch stärker auf Luxus setzen.

„Wir müssen nicht unbedingt groß sein, um zu überleben. Wir müssen besonders bleiben“, sagt Hoshi. Er will die Futonbetten behalten, die jeden Abend auf dem Boden ausgerollt werden, und wird auch keine Fernseher in die Zimmer stellen. Die Köche werkeln weiter stundenlang an japanischen Kunstwerken zum Essen, es gibt Fisch zum Frühstück, niemals Porridge. Das unterscheidet Hoshi Onsen von anderen traditionellen Hotels, die in den letzten Jahren – oft erfolglos – versucht haben, westliche Ketten zu imitieren. Deswegen zahlen die Gäste im Hoshi Onsen 350 bis 500 Euro pro Nacht für ein Zimmer mit Vollpension.

In einem geschnitzten Schrank bewahrt die Familie alte Schriftrollen und Schwarz-Weiß-Fotos auf. Die Ahnen tragen lange Bärte und Orden. Sie blicken ernst in die Kamera. Hoshi blättert durch die Bilder und Dokumente, übersetzt geschwungene Schriftzeichen: „Hier steht, wie 1881 große Teile des Hotels abbrannten.“ Auf einem dünnen braunen Papier sind Regeln festgehalten, die fortan weitergegeben wurden: „Das Feuer hüten, vom Wasser lernen, mit der Natur arbeiten und nicht gegen sie.“

Zengoro Hoshi (74) und seine Frau Chizuko Hoshi (69) betrachten Fotos in alten Familienalben.

Zengoro Hoshi (74) und seine Frau Chizuko Hoshi (69) betrachten Fotos in alten Familienalben. © Dörthe Hagenguth© Dörthe Hagenguth

Während Hoshi erzählt, wird klar: In der Geschichte des Hotels kommen keine bahnbrechenden Erfindungen vor, keine Eroberer und Entdecker. Vielmehr geht es immer wieder um Arbeit, Willen und Pflichtgefühl, um Niederlagen und Neuanfang. Die Familie hat niemals aufgegeben – das ist ihr größtes Erfolgsgeheimnis. 1295 Jahre wiegen schwer. Sie haben aber auch etwas Beruhigendes. Die Botschaft: Wir haben es immer irgendwie geschafft.

Am Tag der Abreise sagt Hoshi plötzlich: „Ich habe ja noch etwas vergessen!“– und eilt durch die Hotelhalle. Er öffnet eine Tür, dahinter liegt ein Raum, zugestellt mit Betten und Kartons. Das Chaos kann die Schönheit des ehemaligen Bades nicht verbergen. Die Wände und die Decke sind holzvertäfelt, aus steinernen Becken ragen Metallhähne.

Unter dem Fußboden aus Marmor liegt der Ursprung von allem, die Quelle. Sie sprudelt seit dem Jahr 717 zuverlässig. Es wäre nicht mal eine Pumpe notwendig, wenn sie die Pools nicht eine Etage höher gelegt hätten, sagt Hoshi. „Egal, was in all den Jahrhunderten passiert ist und ob die Zeiten gut oder schlecht waren, das Wasser hat immer seinen Weg gefunden.“

 
 

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