Unternehmen 330 Prozent mehr Insolvenzen im Automobil-Sektor

2009 sind zahlreiche Unternehmen in die Zahlungsunfähigkeit gerutscht. Am stärksten betroffen: Der Automobil-Sektor. Trotz Abwrackprämie mussten hier 330 Prozent mehr Betriebe Insolvenz anmelden als im Vorjahr.

Eine exklusiv für impulse erstellte Analyse der Wirtschaftsauskunftei Creditreform ergab, dass in diesem Jahr insgesamt 90 Zulieferer und andere Betriebe der Automobilbranche in die Insolvenz geganen sind. Das entspricht einem Zuwachs von 330 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Düster sieht es danach auch für Betriebe der Metallverarbeitung aus. In diesem Wirtschaftsbereich steigt die Zahl der Insolvenzen 2009 um 140 Prozent auf 65. Fast
verdoppeln wird sich die Zahl der Pleiten auch im Sektor Maschinenbau, wo eine
Steigerung von 97 Prozent auf 345 insolvente Unternehmen zu verzeichnen ist.

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Nicht viel
besser erging es Betrieben in der Kunststoffproduktion. Dort traf es 162
Firmen, das ist ein Zuwachs von 85 Prozent. Die Zahl der Insolvenzen von
Reparaturbetrieben für Maschinen und Ausrüstungen steigerte sich als Folge daraus um 65
Prozent auf 129 Unternehmen.

Lediglich in den Bereichen Hochbau, Nahrungsmittelproduktion sowie Wach- und
Sicherheitsdienste ging die Zahl der Insolvenzen in diesem Jahr spürbar zurück. Im
Hochbau sind es mit 1.440 genau 14 Prozent weniger als im Vorjahr, in der
Nahrungsmittelproduktion zehn Prozent (329 Betriebe) und bei Wach- und
Sicherheitsdiensten neun Prozent (155 Firmen).

Mehr dazu lesen Sie in der Januar-Ausgabe von impulse, ab 23.12.2009 im Handel erhältlich.

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