Unternehmen 900.000 Euro Bußgeld gegen Porzellan-Hersteller wegen Preisabsprachen

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Das Bundeskartellamt hat gegen zwei Porzellan-Hersteller hohe Bußgelder verhängt. Insgesamt waren sechs Unternehmen an Preisabsprachen beteiligt.

Das Bundeskartellamt hat knapp 900 000 Euro Bußgeld gegen zwei Porzellan-Hersteller wegen illegaler Preisabsprachen erlassen. Zahlen muss auch der Verband der Keramischen Industrie, der die Wettbewerbsverstöße unterstützte. Die Unternehmen hatten sich darauf verständigt, die Preise für Haushaltsgeschirr unter Einbeziehung der für Januar 2007 geplanten Mehrwertsteuererhöhung bereits zum Oktober 2006 zu erhöhen.

Dass die Branche in wirtschaftlichen Schwierigkeiten stecke, könne keine Rechtfertigung dafür sein, dass der Verbraucher mehr für ein Produkt zahlen müsse, sagte Kartellamtschef Andreas Mundt am Donnerstag.

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Den Angaben zufolge waren insgesamt sechs Unternehmen an den Absprachen beteiligt. Zwei davon seien inzwischen insolvent, gegen zwei weitere sei das Verfahren aus anderen Gründen eingestellt worden. Zu Bußgeldern verurteilt wurden die Porzellanfabrik Christian Seltmann GmbH im bayerischen Weiden und die Kahla/Thüringen Porzellan GmbH.

Mit Kahla und dem Keramik-Verband sei einvernehmlich eine Beendigung des Verfahrens erzielt worden, hieß es. Die verhängten Bußgelder waren noch nicht rechtskräftig.

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