Unternehmen Abgasspezialist Eberspächer baut Hunderte Arbeitsplätze ab

Das Werk von Eberspächer für Fahrzeugheizungen in Esslingen bei Stuttgart

Das Werk von Eberspächer für Fahrzeugheizungen in Esslingen bei Stuttgart© Eberspächer

Die Krise auf dem europäischen Automarkt trifft auch den Zulieferer Eberspächer. Hunderte Arbeitsplätze will das Unternehmen streichen, betriebsbedingte Kündigungen sind nicht ausgeschlossen.

Nach einem spürbaren Gewinnrückgang will der Abgas- und Klimaspezialist Eberspächer Hunderte Arbeitsplätze abbauen. Das teilte das Unternehmen mit Sitz in Esslingen am Donnerstag mit. 2012 war der Gewinn um 6,3 Prozent auf 71,5 Millionen Euro gesunken, für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Geschäftsführende Gesellschafter Heinrich Baumann mit einem weiteren Rückgang. Der Umsatz wuchs 2012 um rund 9 Prozent auf 2,83 Milliarden Euro.

Um wettbewerbsfähig zu sein, soll der größte Standort Neunkirchen im Saarland in den nächsten zwei Jahren umstrukturiert werden. Insgesamt sollen dort 300 Arbeitsplätze abgebaut werden. Eberspächer schließt auch betriebsbedingte Kündigungen nicht aus. Aktuell hat das Werk 1950 Mitarbeiter.

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„Die ständig steigenden Lohn- und Energiekosten setzen unsere Standorte im Inland unter Druck“, erklärte Baumann. „Wir können den Standort Neunkirchen nur dann erhalten, wenn wir ihn bei hoch automatisierter Fertigung mit voller Auslastung und weniger Mitarbeitern als heute betreiben.“ 2012 war die Mitarbeiterzahl der gesamten Gruppe aber noch gestiegen – um rund 16 Prozent auf 7348 Beschäftigte.

Skeptischer Ausblick

Dem Autozulieferer macht vor allem die Krise auf dem europäischen Automarkt zu schaffen. Betroffen war demnach jüngst etwa das Geschäft mit Bus- und Klimasystemen, das seinen Schwerpunkt in Südeuropa hat. Auch der Nutzfahrzeugmarkt in den USA sei zuletzt rückläufig gewesen.

Auf das laufende Geschäftsjahr blickt der Auspuffspezialist skeptisch. Nach einer „verhaltenen Entwicklung“ zum Jahresstart rechnet das Unternehmen 2013 zwar mit einem leichten Umsatzplus. Das Ergebnis wird den Erwartungen zufolge aber erneut unter dem des Vorjahres liegen.

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