Unternehmen ADAC und Post wollen umkämpften Fernbusmarkt aufmischen

Der ADAC Postbus rollt ab dem 1. November auf Deutschlands Straßen.

Der ADAC Postbus rollt ab dem 1. November auf Deutschlands Straßen.© ADAC

Seit Anfang des Jahres dürfen Fernbusse in Deutschland fahren. Der Markt ist umkämpft. Ab November starten auch ADAC und Post mit einem eigenen Streckennetz - und wollen ein großes Stück vom Kuchen abhaben.

ADAC und Deutsche Post haben ihre Attacke auf dem hartumkämpften Fernbusmarkt eröffnet. Der ADAC Postbus soll vom 1. November an auf zunächst fünf Strecken und zwischen 24 Städten rollen, wie beide Seiten am Mittwoch in Bonn erklärten.  Die Preise für den Postbus liegen nach Angaben der beiden Partner deutlich unter denen für entsprechende Bahnfahrten.

Zu den ersten Strecken gehören Köln – Frankfurt/Main – München sowie Verbindungen etwa zwischen Bremen, Hamburg, Berlin, Köln, Dortmund, Hannover, Berlin und Leipzig. Das Netz soll bis Frühjahr 2014 weiter ausgebaut werden. Eine einfache Fahrt von München nach Stuttgart gibt es ab 11 Euro, die Strecke Frankfurt/Main – Dortmund ab 18 Euro, Köln – Berlin ab 28 Euro. In den Bussen soll es einen Internet-Zugang (WLAN) geben und Audio- und Videoangebote an jedem Sitz.

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Seit Öffnung des Fernbusmarkts und dem Fall des Bahnmonopols in Deutschland Anfang 2013 hat sich das Angebot bei hoher Nachfrage rasant erweitert. Inzwischen gibt es rund 170 Anbieter. Neben vielen neu gegründeten Unternehmen sind etwa auch die Deutsche Bahn, die Deutsche Touring/Eurolines oder auch Aldi Fernbus unterwegs. Vor allem kleinere Unternehmen fürchten, dass die finanzstarke ADAC-Post-Kooperation mit „Kampfpreisen“ versuchen werde, unliebsame Konkurrenten aus dem Markt zu drängen.

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