Unternehmen Adidas dreht auf

Schneller wachsen als der Markt - das nimmt sich der Sportartikelhersteller aus Herzogenaurach für die nächsten fünf Jahre vor. Dazu gehört ein schärferes Profil für die Marken Adidas und Reebok

Der fränkische Sportausrüster Adidas erklärt die Krise für beendet und nimmt sich ein rasantes Wachstum bis 2015 vor. Der Umsatz solle im Vergleich zu 2010 um 45 bis 50 Prozent auf 17 Mrd. Euro steigen und der Gewinn jährlich um durchschnittlich 15 Prozent zulegen, teilte der Sportartikelhersteller am Montag bei der Vorlage seiner Fünf-Jahres-Planung in Herzogenaurach mit.

„In den nächsten Jahren werden wir in unsere Marken investieren, um so unsere ambitionierten aber dennoch realistischen Ziele zu erreichen“, sagte Konzernchef Herbert Hainer.

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Geplant sei, die beiden Kernmarken Adidas und Reebok eindeutig zu positionieren: Adidas soll sich in erster Linie an leistungsorientierte Sportler richten, während sich die US-Tochter Reebok als führende Marke für Freizeitsportler im Bereich Fitness und Training etablieren soll.

Außerdem will Adidas in den Sportarten „Running“ und „Basketball“ Umsatz und Marktanteile gewinnen. „Unsere Mission ist und bleibt es, der weltweit führende Anbieter in der Sportartikelindustrie zu sein“, sagte Hainer. Es gelte, nicht nur schneller zu wachsen als der Hauptmitbewerber Nike, sondern auch schneller als der Markt insgesamt.

Für 2010 erwartet das DAX-Unternehmen, wie in der vergangenen Woche bekannt gegeben, einen Gewinn nach Steuern von 560 bis 565 Mio. Euro. Der Umsatz soll auf mehr als 11 Mrd. Euro steigen.

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