Unternehmen Aktionäre stimmen für Kapitalerhöhung bei Porsche

Durchbruch auf dem Weg zur Fusion mit VW: Die Anleger votieren auf der Hauptversammlung des Sportwagenbauers mit großer Mehrheit für die Ausgabe neuer Aktien.

Auf der Hauptversammlung der Porsche-Dachgesellschaft in Stuttgart haben die Aktionäre einer
Kapitalerhöhung um fünf Milliarden Euro zugestimmt und so den Weg zur Fusion mit VW freigemacht. Die Anteilseigner stimmten am Dienstagabend mit überwältigender Mehrheit für die Ausgabe neuer Aktien. Bei den Stammaktionären betrug die Zustimmung 100 Prozent, bei den Vorzugsaktionären 88,4 Prozent. Erforderlich wären jeweils 75 Prozent Zustimmung gewesen.

Jetzt kann der Porsche-Vorstand bis Mitte nächsten Jahres neue Aktien ausgeben, um bis zu fünf Milliarden Euro einzusammeln. Mit dem Geld will Porsche Schulden aus dem gescheiterten
Übernahmeversuch von Volkswagen zurückzahlen. Danach soll nach dem gültigen Zeitplan die Fusion mit Volkswagen bis Ende 2011 folgen. Der Ausgabepreis für die neuen Aktien steht noch nicht fest.

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Porsche hat zwei Aktienklassen: die stimmberechtigten Stammaktien und die üblicherweise machtlosen Vorzugsaktien. Weil aber auch die Vorzugsaktien bei der bis Ende Mai 2011 geplanten Kapitalerhöhung dabei sein sollten, durften ihre Aktionäre ausnahmsweise auch abstimmen. Die Stammaktien gehören zu 90 Prozent den Familien Porsche und Piëch, sowie zu 10 Prozent dem Scheichtum Katar. Die Vorzugsaktien dagegen sind breit gestreut: Fonds, Banken und Privatanleger halten Anteile.

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