Unternehmen Apple engagiert Chef von Mode-Label Yves Saint Laurent

Apple hat das auffallende Design seiner Geräte zu einem festen Teil der eigenen Marke gemacht. Nun hat der kalifornische Konzern einen Spitzenmanager aus der französischen Modebranche abgeworden - ein Hinweis auf neue Produkte mit dem Apfel-Logo.

Apple holt sich Verstärkung aus der Modebranche ins Haus – der Schritt passt zu den deutlichen Hinweisen, dass das Unternehmen an neuen tragbaren Geräten wie etwa einer Computeruhr arbeitet. Der iPhone-Konzern ernannte den Lenker des Haute-Couture-Labels Yves Saint Laurent, Paul Deneve, zu einem Vize-Präsidenten, wie Apple am Dienstag mitteilte. Deneve werde an „Sonderprojekten“ arbeiten und direkt an Konzernchef Tim Cook berichten, sagte ein Firmensprecher der Finanznachrichtenagentur Bloomberg und dem Blog „All Things D“.

Deneve war in den 90er Jahren bereits für Apple als Manager in Europa aktiv, bevor es ihn in die Welt der Edel-Mode zog. Vor Saint Laurent führte er unter anderem die Mode-Häuser Nina Ricci und Lanvin. Er werde allerdings nicht den Posten des Chefs der mehr als 400 Apple-Stores übernehmen, hieß es in den Berichten. Der Job ist seit über einem halben Jahr unbesetzt, nachdem der britische Einzelhandels-Manager John Browett nach nur rund neun Monaten geschasst worden war.

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Mit dem Zugang aus der Modebranche verstärkt sich Apple in einem Bereich, in dem das Unternehmen ohnehin schon sehr stark ist. Das minimalistische Design gehört fest zum Image der Kalifornier. Apples Designchef Jony Ive ist für die reduzierten Computergehäuse aus Aluminium oder die Gestaltung der verschiedenen iPhone-Modelle bekannt. Spekulationen zufolge arbeitet Apple inzwischen auch an anderen tragbaren Geräten – eine mögliche Erklärung für Deneves Berufung. Erst am Montag wurde bekannt, dass Apple sich in Japan die Bezeichnung „iWatch“ schützen lassen will. Apple-Chef Tim Cook bezeichnete das Handgelenk im Mai als „interessant“ und gab so Spekulationen neuen Vorschub. Zugleich engagierte Apple laut Bloomberg auch einen führenden Manager der US-Videoplattform Hulu, Pete Distad, für Verhandlungen mit der amerikanischen Fernsehbranche.

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