Unternehmen Auto-Zulieferer Mahle schließt Werk im Elsass

Der Autozulieferer Mahle hat angekündigt, das defizitäre Werk in Colmar im Elsass zu schließen. Davon betroffen sind 270 Mitarbeiter. Weitere Schließungen seien jedoch nicht geplant, heißt es aus dem Konzern.

Der Autozulieferer Mahle will ein Werk im Elsass schließen. Ende März 2014 soll die Produktion in Ingersheim bei Colmar gestoppt werden, sagte eine Sprecherin am Mittwoch in Stuttgart. 270 Stellen stehen auf dem Spiel. Das Unternehmen hatte am Montag zunächst die Belegschaft und regional informiert. Den von der Werksschließung Betroffenen will der Konzern möglichst Angebote in anderen Werken machen.

Ingersheim ist einer von mehreren europäischen Standorten, die Motorkolben herstellen. Es seien keine weiteren Werksschließungen geplant. Das Werk in Ingersheim habe zwischen 2007 und 2012 einen Verlust von 43 Millionen Euro angehäuft, lautete die Begründung des Unternehmens. „Trotz aller in den vergangenen Jahren getroffenen Maßnahmen zur Kosteneinsparung und verstärkten Auslastung haben sich die Zahlen nicht verbessert“, sagte die Sprecherin. Mahle gehe davon aus, dass die Nachfrage nach Alu-Kolben in Europa in den kommenden Jahren schwach bleibt.

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Weltweit erzielte Mahle 2012 einen Umsatz von 6,2 Milliarden Euro und beschäftigt derzeit rund 48 000 Mitarbeiter an mehr als 100 Produktionsstandorten. Die Stuttgarter hatten erst kürzlich die Komplettübernahme des Klimaanlagen-Spezialisten Behr angekündigt.

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