Unternehmen B. Braun will Übernahme von Rhön-Klinikum dauerhaft blockieren

Die Zentrale von B. Braun in Melsungen.

Die Zentrale von B. Braun in Melsungen.© B. Braun

Der Medizintechnikkonzern B. Braun will seine Beteiligung an der Krankenhauskette Rhön-Klinikum kräftig aufstocken - und damit den Zusammenschluss von Rhön und Fresenius zu einem mächtigen Klinikbetreiber dauerhaft verhindern.

Eine große Übernahme am deutschen Krankenhausmarkt rückt in weite Ferne. Der Medizintechnikkonzern B. Braun will seinen Anteil an Rhön-Klinikum auf mindestens 25 Prozent aufstocken und damit einen Verkauf des fränkischen Unternehmens an den Gesundheitskonzern Fresenius dauerhaft verhindern. B. Braun stellte beim Bundeskartellamt einen entsprechenden Antrag zur Erhöhung seiner Beteiligung, wie B. Braun am Dienstag in Melsungen mitteilte.

Der hessische Medizintechnikkonzern hält bislang ebenso wie der Rhön-Konkurrent Asklepios 5 Prozent an der MDax-Gesellschaft. Diese Anteile nutzten beide Unternehmen zuletzt, um eine Übernahme von Rhön durch Fresenius zu verhindern.

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Bislang reichte für die Blockade einer Rhön-Übernahme ein Anteil von 10 Prozent der Aktien plus eine Stimme. Doch auf der Hauptversammlung wurde diese Regelung gekippt. Nun beträgt die Sperrminorität wie bei anderen Unternehmen üblich 25 Prozent. Gegen diesen Beschluss liegen allerdings mehrere Anfechtungsklagen vor.

B. Braun und Asklepios wollen die Hürde erhalten und dadurch verhindern, dass mit einem Zusammenschluss von Rhön und Fresenius ein zu mächtiger Klinikbetreiber entsteht. B.Braun fürchtet, dass ein fusionierter Konzern die Preise drücken kann. Asklepios will wiederum selbst einen zu dominanten Konkurrent verhindern.

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