Unternehmen Bahn bekommt Konkurrenz im Fernverkehr

Es wird enger für die Bahn: Nach dem französischen Unternehmen Veolia drängt auch die deutsche Firma Locomore Rail auf die heimischen Fernstrecken.

Von Mitte nächsten Jahres an wird das private Bahnunternehmen Locomore Rail der Deutschen Bahn (DB) Konkurrenz im Fernverkehr machen. „Wir werden dreimal täglich die Strecke Köln-Hamburg in beide Richtungen befahren“, sagte Locomore-Geschäftsführer Derek Ladewig der „Süddeutschen Zeitung“. Der Rahmenvertrag mit der Netztochter der DB sei bereits unterschrieben. „Er erlaubt uns, die Strecke bis Dezember 2015 zu fahren“, sagte Ladewig.

Damit hatte der zweite Anlauf des Berliner Unternehmens Erfolg. Eigentlich hätte der Hamburg-Köln-Express nach dem Willen von Locomore bereits seit August dieses Jahres fahren sollen. Doch die Trassenvergabe klappte nicht, sodass das Unternehmen die bereits erfolgte Ankündigung im April zurückziehen musste. „Wir sind sehr guter Dinge, dass diesmal alles klappt“, sagte Ladewig.

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Anders als im Regionalverkehr hat die DB im Fernverkehr bislang so gut wie keine Konkurrenz. Nur das französische Unternehmen Veolia betreibt mit den Interconnex-Zügen zwischen Leipzig, Berlin und Rostock Fernverkehr. Bis zum Starttermin will der Hamburg-Köln-Express drei ehemalige Intercity-Wagen aus Österreich aufarbeiten und modernisieren lassen. „Wir werden preisgünstig und sehr komfortabel sein“, sagte Ladewig. Neben Locomore gehört auch der amerikanische Investor Railroad Development Cooperation (RDC) aus Pittsburgh zu den Gesellschaftern des Hamburg-Köln-Express.

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