Unternehmen Bionade-Gründer verkaufen ihre Anteile

Der Brausehersteller Bionade gehört künftig vollständig dem Getränkeunternehmen Radeberger. Die Bionade-Gründerfamilie verkauft ihre restlichen Anteile und zieht sich vollständig aus dem Unternehmen zurück.

Deutschlands Bierkonzern Radeberger übernimmt den Brausehersteller Bionade komplett. Die Gründerfamilie Kowalsky verkauft ihren Anteil von 30 Prozent an dem bisherigen
Gemeinschaftsunternehmen, teilte die Radeberger-Gruppe, die zu Oetker gehört, am Mittwoch in Frankfurt mit. Sie bestätigte damit einen Bericht der „Süddeutschen Zeitung“.

Über den Preis für die 30-Prozent-Beteiligung wurde Stillschweigen vereinbart. In Verhandlungskreisen war von einem einstelligen Millionenbetrag die Rede. Vor drei Jahren war der Kaufpreis für die ersten 70 Prozent inoffiziell noch auf eine höhere zweistellige Millionensumme beziffert worden. Damals war der Mineralwasser-Hersteller Rhön-Sprudel ausgestiegen, bei dem auch die Vertriebsrechte gelegen hatten.

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Die Kowalskys hatten mit dem Einstieg des Brauereiriesen Hoffnungen auf einen internationalen Siegeszug gehegt. Seither ist Branchenkreisen zufolge aber der Bionade-Absatz deutlich geschrumpft: von mehr als 150 Millionen Flaschen im Jahr 2008 auf rund 60 Millionen zuletzt. Dem Getränk machten Nachahmerprodukte und Preiserhöhungen zu schaffen. 2011 habe sich der Absatz „nahezu“ stabilisiert, erklärte Radeberger.

„Bionade hat bewegte und schwierige Zeiten hinter sich“, räumten Peter und Stephan Kowalsky ein. „Wir wissen Bionade und unsere Mitarbeiter bei der Radeberger Gruppe in guten Händen.“ Im Hintergrund hatte Branchenkreisen zufolge allerdings schon länger Streit unter den Gesellschaftern geschwelt. Die Kowalskys konnten sich mit ihrer Idee aber nicht durchsetzen, Bionade in eine Genossenschaft umzuwandeln.

Radeberger war 2009 bei der kleinen Brauerei aus der fränkischen Rhön eingestiegen, die zuvor das Getränk als politisch korrekte Kult-Limo zu einem beachtlichen Markterfolg geführt hatte. Unter der Ägide der Frankfurter lief das Geschäft zunächst nicht so glatt: Die Marke sei nach einer Delle erst seit April 2011 wieder auf Wachstumskurs, hatte der Konzern am Dienstag in seiner Jahresbilanz berichtet.

Mit Agenturen

Oetker auf der impulse-Karte „Top-500-Familienunternehmen“

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Quelle Unternehmensdaten: Stiftung Familienunternehmen

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