Unternehmen Bochumer Opelaner wollen neu über Tarifvertrag abstimmen

Das Opel-Werk in Bochum

Das Opel-Werk in Bochum© GI/158056057/Agence France Presse.jpg

Die Bochumer Belegschaft hat als einzige bei Opel den Sanierungsplan abgelehnt. Die Folge: Ende 2014 ist Schluss ist mit der Autoproduktion in dem Werk. Doch viele wünschen sich nun eine neue Abstimmung. Ob das geht, ist fraglich.

 

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Nach der Entscheidung über das Ende für die Autoproduktion in Opel haben Mitarbeiter in Bochum offensichtlich ihre Meinung über den abgelehnten Tarifvertrag geändert. „Wir werden von zahlreichen Mitglieder bei Opel angesprochen, die zwischenzeitig das Verhandlungsergebnis neu bewerten“, erklärte der Bezirksleiter der IG Metall in NRW, Knut Giesler am Donnerstag. Ein Opel-Sprecher bestätigte den Eindruck.

Den Kompromiss zwischen Gewerkschaft und GM über einen Sanierungsplan hatten die Bochumer Opel-Mitarbeiter nach monatelanger Verhandlung als einzige abgelehnt. Darauf war das Schicksal des Werks besiegelt worden: Ab 2015 wird Opel keine Autos mehr im Ruhrgebiet bauen.

„Viele Beschäftigte haben geglaubt, dass das nicht das letzte Wort ist“, sagte ein Sprecher der IG Metall in NRW. „Aus ihrer Sicht haben sie zur Zeit der Entscheidung die Dinge nicht so gesehen, wie sie sie heute sehen.“ Für sie werde die Perspektive nun realer, dass 2014 wirklich Schluss sei.

Ob ein Umlenken überhaupt möglich ist, ist unklar. „Sollten sich die Stimmen mehren, werden wir natürlich prüfen, ob und wie Lösungen in der jetzigen Situation noch zu erreichen sind“, erklärte Giesler.

Ein Bochumer Opel-Sprecher sagte dagegen: „Im Moment sehe ich keine Möglichkeit einer neuen Abstimmung.“ Den Mitarbeitern sei klargemacht worden, dass es danach keine weiteren Verhandlungen geben werde. „Man kann ja nicht so lange abstimmen, bis das gewünschte Ergebnis vorliegt.“

Am Dienstag würden die Verhandlungen der Einigungsstelle zum Ende der Fertigung unter Vorsitz eines Richters wieder aufgenommen, sagte der Opel-Sprecher. Der Bochumer Betriebsratschef Rainer Einenkel war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

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