Unternehmen Boomender Online-Handel: Post verbucht kräftiges Gewinnplus

Transportfahrzeuge von DHL

Transportfahrzeuge von DHL© DHL

Die Begeisterung der Deutschen für das Online-Shopping gibt der Deutschen Post Rückenwind. Der Gewinn stieg im ersten Halbjahr kräftig. Im Frachtgeschäft bekommt der Konzern aber die weltweite Konjunkturflaute zu spüren.

Der boomende Online-Handel in Deutschland und das florierende Expressgeschäft sorgen bei der Deutschen Post für gute Geschäfte. Dennoch blieb auch die Post von den Auswirkungen der lahmenden Weltwirtschaft nicht völlig verschont. Vor allem im Speditionsgeschäft verbuchte das Unternehmen spürbare Umsatz- und Ergebniseinbußen. Sowohl in der Luft- wie in der Seefracht spüre der Konzern das angespannte Marktumfeld, sagte Finanzvorstand Larry Rosen am Dienstag bei der Präsentation der Quartalszahlen.

Die Post hob dennoch ihre Ergebnisprognose für das Gesamtjahr sogar geringfügig an. Auslöser dafür war allerdings ein positiver Einmaleffekt durch die Auflösung von Rückstellungen im Briefbereich.

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Im zweiten Quartal fiel der Konzerngewinn mit 422 Millionen Euro mehr als doppelt so hoch aus wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres, wobei auch Einmaleffekte dazu beitrugen. Im ersten Halbjahr stieg das operative Ergebnis (Ebit) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7,8 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro. Der Konzerngewinn erhöhte sich sogar um 27 Prozent auf 920 Millionen Euro. Auch bereinigt um Einmaleffekte habe das Gewinnplus bei 26 Prozent gelegen, betonte der Konzern. Der Umsatz stagnierte dagegen mit 27,1 Milliarden Euro auf dem Niveau der Vorjahreshälfte.

„Unsere Stärke im internationalen Expressgeschäft und im deutschen Paketmarkt hat sich in den letzten Monaten einmal mehr ausgezahlt“, sagte Post-Chef Frank Appel. Dank der Begeisterung der Bundesbürger für den Online-Einkauf stiegen die Umsätze im Paketgeschäft im zweiten Quartal um knapp 9 Prozent. Auch im internationalen Expressgeschäft setzte der Konzern das organische Umsatz- und Ergebniswachstum fort.

Für das Gesamtjahr hob der Konzern seine Gewinnprognose für 2013 geringfügig an. Er erwartet nun ein Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern zwischen 2,75 und 3 Milliarden Euro, 50 Millionen Euro mehr als bislang. Ausschlaggebend dafür sind allerdings nicht bessere operative Ergebnisse, sondern hier macht sich die Auflösung einer Rückstellung im Brief-Bereich bemerkbar. Auch über das laufende Jahr hinaus rechne der Konzern weiterhin mit einer Fortsetzung des positiven Ergebnistrends, betonte der Konzern.

An der Börse sorgten die Zahlen nach Handelsbeginn für deutliche Kursgewinne bei der Post-Aktie.

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