Unternehmen Börsenturbulenzen drücken Stimmung im deutschen Mittelstand

Schuldenkrise und Börsenturbulenzen trüben auch die Stimmung der Mittelständler. Das KfW-Geschäftsklima kühlt sich deutlich ab und das Barometer für Geschäftsaussichten zeigt einen Rekordrückgang.

Die Schuldenkrise und die Börsenturbulenzen machen die deutschen Mittelständler skeptisch. Das Barometer für die Geschäftserwartungen der Betriebe sank im August so stark wie nie. Das teilte die staatliche KfW-Bankengruppe am Montag mit. Dadurch verlor das Geschäftsklima-Barometer 6,3 Punkte. Es war der stärkste Rückgang seit November 2008 im Zuge der Lehman-Pleite, die die weltweite Finanzkrise auslöste. „Im außergewöhnlich starken Rückgang des Geschäftsklimas im Mittelstand, insbesondere im Rekordeinbruch der Erwartungskomponente, spiegelt sich die hohe Verunsicherung über die Eurokrise und die jüngsten Verwerfungen an den Aktienmärkten“, sagte KfW-Chefvolkswirt Norbert Irsch.

Sorgen um eine schwache Erholung der US-Wirtschaft und globale Rezessionsängste hatten jüngst die Börsen weltweit auf Talfahrt geschickt. Auch das Vertrauen von Finanzmarktprofis in den deutschen Aufschwung ging deutlich zurück.

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Noch laufen die Geschäfte in den meisten Betrieben allerdings rund. Die Mittelständler beurteilten ihre Lage immer noch positiver als im Boomjahr 2007, sagte Irsch. In den nächsten Quartalen sei nur eine Abkühlung der wirtschaftlichen Dynamik „in Richtung Potenzialwachstum“ zu erwarten. „Auch für 2012 gehen wir nicht von einer Rezession aus.“ Dies setze allerdings eine gewisse Stabilisierung an den Finanzmärkten voraus und „eine überzeugende Umsetzung der von der europäischen Politik vorgesehenen Krisenbewältigungsmaßnahmen“.

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