Berenberg vs. Liqid Wird Berenberg nach über 400 Jahren vom Markt verdrängt?
Der digitaler Wandel macht auch vor den Banken nicht halt: Christian Schneider-Sickert, Gründer des Start-Ups Liquid, tritt gegen Henning Gebhardt, Chef der traditionsreichen Privatbank Berenberg, an.

Der digitaler Wandel macht auch vor den Banken nicht halt: Christian Schneider-Sickert, Gründer des Start-Ups Liquid, tritt gegen Henning Gebhardt, Chef der traditionsreichen Privatbank Berenberg, an.© Bert Bostelmann für impulse

Die Privatbank Berenberg gilt als Top-Vermögensverwaltung. Doch smarte Fintech-Unternehmen wie Liqid wollen den Markt für sich erobern. Wer setzt sich durch? Die Kontrahenten im Streitgespräch.

Seriensieger – das ist wohl das passende Wort für das Team von Henning Gebhardt, Chef der Vermögensverwaltung der Privatbank Berenberg. Zum achten Mal in Folge erhielt Deutschlands älteste Bank – gegründet 1590 – im Herbst 2016 die Auszeichnung „Bester Vermögensverwalter“ vom Fachblatt „Elite Report“. Gegen dieses ­Institut der Beständigkeit will Christian Schneider-Sickert antreten. Seit September 2016 ­bietet sein Fintech-Start-up Liqid eine digitale Vermögensverwaltung an.

Der Hauptunterschied zu Berenberg: Weniger Mensch, mehr Computer. Alles funktioniert über eine App. Beratungsgespräche? Möglich, aber allenfalls am Telefon; Filialen gibt es nicht. Die Kundengelder werden auf Grundlage stark standardisierter Modelle mit Unterstützung von Algorithmen angelegt, nicht individuell wie bei Privatbanken üblich. Hinzu kommt: Liqid bietet seine Dienste bereits ab 100 000 Euro an; bei Berenberg müssen Kunden mindestens 1 Million Euro mitbringen.

Wer liegt in Zukunft in der Gunst vermögender Kunden vorne? Kann ein Start-up gegen über Jahrhunderte gewachsenes Vertrauen etwas ausrichten? Oder muss auch Berenberg mehr auf Algorithmen als auf menschliche Expertise setzen?

Die Kontrahenten im Überblick

Henning Gebhardt – der Platzhirsch

  • 49 Jahre alt, seit 2016 Chef der Vermögensverwaltung und Mitglied der erweiterten Geschäftsführung
  • Blickt auf eine 400-jährige Firmengeschichte, Berenberg ist die älteste Bank Deutschlands
  • 1500 Mitarbeiter an Standorten in Europa, Amerika Asien.
  • Verwaltetes Kundenvermögen: 40 Milliarden Euro

Christian Schneider-Sickert – der Herausforderer

  • 42 Jahre alt, Mitgründer von Liqid
  • Setzt mit seinem Fintech-Start-up auf Kundenkontakt durch eine App
  • Überlässt das Investieren der Kundengelder weitgehend Algorithmen
  • Hat in Oxford und Harvard studiert
  • Verwaltetes Kundenvermögen: 150 Millionen Euro (nach einem Jahr am Markt)

Das ganze Duell im Video

Kreative Zerstörer – Die Duell-Serie

Polaroid, Quelle, Mannesmann. Das waren mal Weltkonzerne. Heute sind sie verschwunden, verdrängt durch Newcomer. Kreative Zerstörer, so nennt man die Start-ups, die Märkte durcheinanderwirbeln. Aber manchmal zeigen auch die Etablierten, was in ihnen steckt.

Wem gehört die Zukunft? Start-ups oder Traditionsunternehmen? Wir lassen die Kontrahenten gegeneinander antreten.

Alle Duelle, alle Hintergründe auf www.kreative-zerstoerer.de.

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