Unternehmen Chinesen wollen Conergy-Modulwerk in Frankfurt/Oder kaufen

Conergy-Produktionshalle in Frankfurt an der Order

Conergy-Produktionshalle in Frankfurt an der Order© Conergy

Nach einer monatelangen Zitterpartie ist ein Investor für das Modulwerk des insolventen Solarunternehmens Conergy gefunden: der chinesische Modulhersteller Astronergy. Dennoch gehen in Frankfurt/Oder Arbeitsplätze verloren.

In Frankfurt (Oder) sollen in Zukunft unter chinesischer Regie Solarmodule gefertigt werden. Der Produktionsbetrieb des insolventen Solarunternehmens Conergy werde an den Modulhersteller Astronergy verkauft, teilten Geschäftsführung und Insolvenzverwalter am Donnerstag bei einer Betriebsversammlung in Frankfurt mit. Astronergy ist ein Tochterunternehmen der chinesischen Chint-Gruppe. Rund 200 Arbeitsplätze sollen durch die Übernahme langfristig gesichert werden, 80 Jobs werden dagegen abgebaut.

Die Verhandlungen mit dem Betriebsrat laufen, die Verträge sollen spätestens bis Weihnachten unterschrieben sein. „Wir sind auf der Zielgeraden, eine Einigung steht kurz bevor“, sagte Geschäftsführer Sven Starke. Trotz der Einschnitte sei der Verkauf an Astronergy eine zukunftsfähige Lösung: „Im Gegenzug sind der Erhalt des Standorts und die Sicherung von rund zwei Dritteln der Stellen in greifbarer Nähe.“

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Die Frankfurter Modulfabrik solle Bestandteil einer global agierenden Gruppe werden und von den weltweiten Vertriebskanälen profitieren, sagte der Vizepräsident von Astronergy, Chuan Lu: „Wir sind von der hohen Qualität der Produktion und Fachkenntnis am Standort absolut überzeugt.“

Lösung für zweiten Produktionsstandort in Sicht

Auch für den zweiten Produktionsstandort von Conergy, das Gestellwerk Mounting Systems im brandenburgischen Rangsdorf, sei eine Lösung in Sicht, hieß es weiter. Hier sollen 150 Arbeitsplätze erhalten bleiben. Von den 200 Mitarbeitern dort sind schon jetzt 52 freigestellt; sie werden durch eine Transfergesellschaft aufgefangen.

Die Jobs von 30 Kollegen einer Tochtergesellschaft in Sacramento (US-Bundesstaat Kalifornien) bleiben ebenfalls erhalten. Den Namen des Investors für Rangsdorf veröffentlichte Conergy noch nicht, aber auch hier sollen bis Weihnachten die Verträge unterschrieben werden.

Conergy hatte im Juli dieses Jahres Insolvenz angemeldet. Das Unternehmen wurde teilweise vom US-Finanzinvestor Kawa übernommen.

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