Unternehmen Daimler und Evonik stellen Batterie-Joint-Venture infrage

Die Li-Tec-Zentrale im sächsischen Kamenz.

Die Li-Tec-Zentrale im sächsischen Kamenz. © Li-Tec

Das Batterie-Joint-Venture Li-Tec stellt im sächsischen Kamenz Akkus für den E-Smart her. Weil sich die Elektroautos jedoch nicht wie gewünscht verkaufen, denken die Partner Daimler und Evonik, Medienberichten zufolge, über den Verkauf des defizitären Unternehmens nach.

Daimler und Evonik denken einem Zeitungsbericht zufolge über einen Ausstieg bei ihrem Batterie-Joint-Venture Li-Tec nach.
Beide Seiten erwägen wegen des ausbleibenden Erfolgs von Elektroautos, das defizitäre Unternehmen mit Sitz im sächsischen Kamenz zu verkaufen, wie das „Wall Street Journal Deutschland“ berichtete.

Eine Daimler-Sprecherin sagte der dpa auf Anfrage, es gebe bislang keine Entscheidung. „Wir prüfen verschiedene Optionen, um das Geschäft der Li-Tec im hart umkämpften globalen Markt für Batteriezellen langfristig auf eine breitere Basis zu stellen.“ Ähnlich äußerte sich eine Evonik-Sprecherin: „Wir prüfen verschiedene strategische Optionen einschließlich eines weiteren Partners.“

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Daimler war Ende 2008 bei dem aus Evonik hervorgegangenen Hersteller von Lithium-Ionen-Batterien eingestiegen. Evonik hält noch 50,1 Prozent der Anteile, Daimler den Rest. Li-Tec fertigt die Batteriezellen für den E-Smart. Von Beginn an hatten sich die beiden nach weiteren Investoren umgesehen. Nachdem sich kein weiterer Partner für Li-Tec gefunden habe, sei nun ein Verkauf möglich, sagten mit der Sache vertraute Personen dem „Wall Street Journal Deutschland“. Daimler und Evonik peilten einen Verkaufserlös von bis zu einer Milliarde Euro an.

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