Unternehmen Dauerbrenner trotz Verbot

Die EU hat dafür gesorgt, dass Glühbirnen über 100 Watt in Wohnungen nicht mehr genutzt werden dürfen. Daraufhin haben Osram, Philips und General Electric aufgehört, diese zu produzieren. In diese Lücke stieß die Süddeutsche Glühlampenfabrik. Sie hat die Glühlampe einfach umbenannt und genügt so den EU-Vorschriften.

Wie impulse in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, verkauft der mittelständische Glühlampen-Produzent die 100-Watt- Birne als „Allgebrauchslampe für Spezialzwecke“ und erlebt damit einen ungeheuren Boom. Die Firma ist mittlerweile die einzige in Europa, die solche Glühbirnen liefern kann. Vertriebsleiter Peter Strenger sieht das so: „Nur wenige Lampen sind verboten, die meisten nicht, und ohne sie geht nichts, alles würde zusammenbrechen.“

Denn die Allgebrauchslampe für Spezialzwecke darf weiterhin 100 Watt haben, wenn sie
in Flughäfen, Bahnhöfen, Kühlschränken und Backöfen sowie in wetterfesten Lampen oder
in Taxi-Schildern auf den Dächern der Fahrzeuge leuchtet. Der Mittelständler bekommt
aufgrund der großen Nachfrage allmählich Probleme mit seinen Zulieferern. So können
einige, darunter auch Tochtergesellschaften von Osram und Philips, den Bedarf des letzten
Glühlampen-Produzenten an Vorprodukten kaum noch decken. Das Unternehmen sucht
deshalb „ständig und überall Vormaterial-Zulieferer“. Schließlich ist es ein lohnendes
Geschäft: Kostete vor dem Verbot eine 100-Watt-Birne im Schnitt 98 Cent sind es
inzwischen 1,85 Euro.

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