Unternehmen Deutsche Industrie lockt Käufer aus dem Ausland

Energie, Strom, Industrie, Windkraft

Stromtrassen und Windkraftanlagen© GI/158844119/Photographer's Choice

Das Interesse ausländischer Investoren an deutschen Industrieunternehmen ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Vor allem chinesische Investoren gingen zuletzt häufig auf Einkaufstour – insbesondere bei Mittelständlern.

 

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Käufer aus dem Ausland beteiligten sich 2012 an 113 Firmen hierzulande, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Untersuchung der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PriceWaterhouseCoopers (PwC) hervorgeht. Ein Jahr zuvor gab es 100 derartige Deals, 2010 nur rund 90. Der Trend dürfte sich nach Einschätzung von PwC in den kommenden Jahren fortsetzen.

„Viele deutsche Unternehmen aus dem Maschinenbau, der Metallverarbeitung und anderen Industriebranchen wachsen dank ihrer Exportstärke auch in konjunkturell schwierigen Zeiten“, erklärte PwC-Partner Christian Knechtel. Damit seien sie ein attraktives Ziel für internationale Finanzinvestoren sowie für ausländische Wettbewerber, die sich durch Übernahmen Marktanteile und Know-how sichern wollten.

Im vergangenen Jahr kamen den Angaben zufolge acht Prozent der Käufer aus den aufstrebende Volkswirtschaften Brasilien, Russland, Indien, China (BRIC). Noch 2010 lag ihr Anteil lediglich bei vier Prozent. Vor allem chinesische Investoren gingen in Deutschland zuletzt auf Einkaufstour. So wurde etwa der Betonpumpenhersteller Putzmeister vom Baumaschinenriesen Sany gekauft, der Industriekonzern Weichai Power stieg beim Gabelstaplerbauer Kion ein. Auch Autozulieferer wie Preh, Sellner, Saargummi oder Kiekert sind mittlerweile chinesisch.

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