Sponsored PostAnzeige Deutscher Mittelstand unterschätzt Digitalisierung

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Die meisten Unternehmen begreifen Digitalisierung als Chance, unterschätzen jedoch die tiefgreifende Disruption ihres gesamten Geschäftsmodells, die damit einhergeht. Das geht aus Deutschlands derzeit größter Umfrage im Mittelstand hervor.

Digitaler Wandel stellt Unternehmen vor Herausforderungen

Viele Unternehmen in Deutschland sind verunsichert, welche Auswirkungen die Digitalisierung auf das eigene Geschäftsmodell hat. Das geht aus Deutschlands derzeit größter Umfrage zur Digitalisierung im deutschen Mittelstand hervor. An der von der Star Finanz im Juni und Juli 2019 durchgeführten Umfrage nahmen mehr als 11.000 Einzelunternehmer, mittelständische Firmen und Großkonzerne teil.

Laut Befragung kann rund jeder vierte Betrieb (27,2 Prozent) die Veränderungen im Zuge der Digitalisierung nicht abschätzen. Und während fast die Hälfte der Unternehmen (44,9 Prozent) in den kommenden fünf Jahren durch den digitalen Wandel eine Transformation ihres Geschäftsmodells erwartet, wollen nur 11,3 Prozent der Betriebe diese Veränderung aktiv in die Hände nehmen und ihr Geschäftsmodell anpassen. Der Dienstleistungs- sowie der Handelssektor, die in den letzten Jahren wohl die umfassendste Disruption erlebt haben, gehen als einzige der untersuchten Branchen zu über 50 Prozent von einer Veränderung ihres Geschäftsmodells aus. Zum Vergleich: In Industrie und produzierendem Gewerbe glauben das nur knapp 40 Prozent. Je umsatzstärker die Unternehmen, desto häufiger glauben sie zudem, dass der digitale Wandel ihr Geschäftsmodell verändert.

Die Ergebnisse zeigen einerseits, dass Unternehmen den digitalen Wandel als Chance begreifen. Andererseits wird jedoch klar, dass ein Großteil der Betriebe die volle Tragweite der Disruption unterschätzt. Damit laufen sie Gefahr, mittel- und langfristig in wirtschaftliche Schwierigkeiten zu geraten, sollten sie die Digitalisierung zu spät angehen.

Neue Geschäftsmodelle haben für Unternehmen keine Priorität

Während fast die Hälfte der Unternehmen glauben, dass sie in den kommenden fünf Jahren durch den digitalen Wandel eine Veränderung ihres Geschäftsmodells erfahren, gehen gleichzeitig nur 11,3 Prozent der Betriebe davon aus, dass sie vor dem Hintergrund der Digitalisierung ihr Geschäftsmodell ändern müssen. Der Großteil der Unternehmen sieht Veränderungsbedarf stattdessen überwiegend bei Soft Skills wie Denk- und Arbeitsweisen (77,8 Prozent) und den Fähigkeiten der Mitarbeiter (67,1 Prozent). 72,8 Prozent der Umfrageteilnehmer stellen die Organisation in den Vordergrund, dazu gehört die Digitalisierung bestehender Geschäftsprozesse und hier mitunter typische kaufmännische Prozesse wie Gehaltsabrechnungen, Angebots- und Auftragserstellung, Erstellung von Ausgangsrechnungen, regelmäßige Reports und das Mahnwesen.

Mehrheit der Prozesse in Unternehmen wird manuell erledigt

Derzeit wird der überwiegende Teil der Prozesse in Unternehmen noch manuell abgewickelt, das betrifft insbesondere Prozesse in den Bereichen Weiterbildung und Mitarbeiterorganisation. Klassisch kaufmännische Vorgänge weisen den höchsten Automatisierungsgrad auf. So sagen 86,2 Prozent der Unternehmen, dass sie Gehaltsabrechnungen automatisch oder überwiegend automatisch erstellen. Es folgen Ausgangsrechnungen mit einem vollständigen oder überwiegenden Automatisierungsgrad von 64 Prozent, die Erstellung regelmäßiger Reports (57,7 Prozent), das Mahnwesen (57,2 Prozent) und die Angebots- und Auftragserstellung (53,8 Prozent). Besonders die kleinsten Unternehmen (unter 0,5 Millionen Euro Umsatz) setzen noch stärker auf eine manuelle Prozessabwicklung.

Bei der Erstellung von Ausgangsrechnungen arbeiten 49,2 Prozent der Unternehmen mit einer lokalen Buchhaltungssoftware am PC. Eine cloudbasierte Buchhaltungssoftware nehmen hingegen nur 8,3 Prozent der Betriebe in Anspruch. Erstaunlich ist, dass gut ein Viertel der Unternehmen (23,7 Prozent) für die Erstellung der Ausgangsrechnungen noch auf Word, Excel oder Textprogramme setzt.

Smartphone und Tablet fester Bestandteil

Für den überwiegenden Teil der Unternehmen zählen Smartphone und Tablet bereits heute schon zur Grundausstattung. Fast 80 Prozent nutzen ein Smartphone im Beruf und 55,8 Prozent ein Tablet. Junge Unternehmen (bis fünf Jahre alt) nutzen das Smartphone sogar zu 89,1 Prozent und das Tablet zu 58,2 Prozent.

Kunden erwarten mehr digitale Services

Ein erheblicher Teil der Unternehmen erwartet von ihren Banken oder Sparkassen zusätzliche digitale Services, die über das aktuelle Angebot hinausgehen. An der Spitze liegen Kredit-Services (39,4 Prozent). Es folgen Cash Management (28 Prozent), Vertragsverwaltung (21,5 Prozent) und Rechnungsservice (20,3 Prozent). Die weiteren banknahen Dienstleistungen Avale und Factoring wünschen sich 13,8 beziehungsweise 7,4 Prozent.


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Ausblick: Deutscher Mittelstand muss Bemühungen erhöhen

Der digitale Wandel stellt ein reales Risiko für die Geschäftsmodelle vieler Unternehmen dar. Doch eine Mehrheit der Betriebe unterschätzt die Bedrohung durch neue Wettbewerber. Der deutsche Mittelstand tut zu wenig, um auf diese digitale Disruption einzugehen. Größere Unternehmen stehen der Digitalisierung positiver gegenüber, sie sind, was die Abwicklung ihrer Prozesse und die Aufstellung ihres Geschäftsmodells angeht, oft auf einem höheren Digitalisierungslevel als kleinere Betriebe. Doch auch die Kleinen können sich dem Prozess nicht dauerhaft entziehen. Dabei muss die Umstellung auf neue Produkte kein Bruch mit dem Bewährten sein. Die erfolgreiche Start-up-Kultur zeigt, dass Experimente, agile Methoden und Markttests ein Prozess sind, in dem man neue Konzepte im Markt ausprobieren und durch stetige Feedbackschleifen verbessern kann.

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1 Kommentar
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    Ingo Ullrich 9. Dezember 2019 10:05

    „Früher war es besser“ ich bin versucht es immer öfter zu sagen.
    Wir benötigen sehr oft sehr schnelle und kompetente Entscheidungen…die Digitalisierung bremst uns doch sehr stark aus….“früher >TelefonatFaxBestätigung< fertig"
    Heute kämpft man sich durch div Onlinewebshops wobei jeder ja glaubt das Rad neu zu erfinden.

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