Unternehmen Die Masse macht’s

Über neue Internetplattformen können sich kleine Mittelständler Kapital von Privatinvestoren verschaffen - mithilfe des Crowd-Funding. Die Schwarmfinanzierung ist inzwischen längst nicht mehr nur eine Alternative für junge, hippe Gründer­firmen.

Nahezu im Monatsrhythmus gehen derzeit neue Anbieter an den Start, die Unternehmern Zugang zu einem breiten Kreis von Investoren versprechen – mithilfe des Crowd-Funding. Bei dieser Art von Schwarmfinanzierung können Unternehmer ihr Geschäftsmodell auf einer Internetplattform vorstellen, um Privat­anleger als Investoren zu gewinnen.

Zu den jüngsten Anbietern gehört Bankless24, dessen Gründer Dirk Littig in führenden Positionen bei Beteiligungsfirmen wie BWK gearbeitet hat. Er zielt anders als Konkurrenten wie Seedmatch oder Innovestment nicht auf Startups, sondern auf etablierte Unternehmen.

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Emissionsvolumina von bis zu 25 Mio. Euro verspricht die Deutsche Mikroinvest, die bereits im September an den Start ging. Dafür hat die Plattform Partner wie die Commerzbank ins Boot geholt. Das Portal Bergfürst, seit November im Netz, zielt auf junge Unternehmen. Gründer Guido Sandler, Ex-Vorstand der Berliner Effektenbank, hat eine Lizenz der Finanzaufsicht BaFin erhalten und darf deshalb Aktien von Unternehmen platzieren. Die drei neuen Spieler belegen: Crowd-Funding ist nicht mehr nur ein Finanzierungsinstrument für junge, hippe Gründer­firmen. Inzwischen treten verstärkt erfahrene Finanzmanager auf den Plan, die diesen Markt auch für normale Unter­nehmen öffnen. „Crowd-Funding wird langsam zu einer Finanzierungsalterna­tive für den kleineren Mittelstand“, sagt Christian Niederle, Partner bei der Be­ratungsgesellschaft Network Corporate Finance in Düsseldorf.

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