Unternehmen Dr. Oetker setzt auf Wachstum im Ausland

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Datenklau im Internet kann Unternehmer in Schwierigkeiten bringen© Sergey Nivens - Fotolia.com

Zwei Drittel seines Umsatzes macht der Pizza- und Puddingriese Dr. Oetker inzwischen im Ausland. Nach einem guten Geschäftsjahr 2012 schaut sich das Unternehmen nun weltweit nach Wachstumsmöglichkeiten um.

Der Lebensmittelriese Dr. Oetker will sein Auslandsgeschäft stärker ausbauen, sieht aber auch in Deutschland noch Wachstumsmöglichkeiten. 2012 erzielte das Familienunternehmen 67 Prozent des Gesamtumsatzes im Ausland. Der Umsatz stieg im Ausland um
10,1 Prozent (auf 1,4 Milliarden Euro), im Inland um 1,9 Prozent (auf
689 Millionen Euro). „Unsere seit längerem verfolgte Strategie, vor allem auf internationalen Märkten zu wachsen, und neue Märkte zu erschließen, ist damit erneut aufgegangen“, sagte Unternehmenschef Richard Oetker am Dienstag in Bielefeld.

Trotz des Drucks durch Rohstoffpreise sei das Unternehmen zuversichtlich für 2013, sagte Oetker. Die ersten drei Monate des Jahres 2013 seien gut verlaufen. „Neben dem weiteren Ausbau der strategischen Sortimente in allen Ländern werden wir auch im laufenden Jahr weitere Expansionsmöglichkeiten in ausländischen Märkten prüfen.“ Er sehe aber auch Wachstumsmöglichkeiten in Deutschland, sagte Oetker. Vor allem wegen der Rohstoffpreise erhöht Dr. Oetker die Preise in diesem Jahr um durchschnittlich vier Prozent.

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Nach der Umsatzstagnation von 2011 konnte das Unternehmen im vergangenen Jahr wieder deutlich zulegen. Der Umsatz stieg um 7,2 Prozent auf 2,09 Milliarden Euro. Die Steigerung setze sich zu knapp zwei Drittel aus Mengenzuwachs und zu einem Drittel aus Preiserhöhungen zusammen. Zu Gewinnen sagt Dr. Oetker traditionell nichts. Das Ergebnis sei zufriedenstellend, hieß es nur. Die Zahl der Beschäftigten kletterte auf knapp 10 000.

Investiert hatte Dr. Oetker im vergangenen Jahr 109 Millionen Euro, ähnlich soll die Summe auch in diesem Jahr sein. Ein Schwerpunkt ist der Bau des Tiefkühl-Pizzawerks in Kanada mit Gesamtkosten von 130 Millionen Dollar, allerdings verteilt über mehrere Jahr. Von hier aus soll ab 2014 auch das USA-Geschäft versorgt werden, das sich gut entwickle. „Wir sind ein ostwestfälisches Unternehmen, wir tasten uns langsam vor“, sagte Oetker.

Die jüngsten Lebensmittelskandale hätten sich bei Dr. Oetker nicht bemerkbar gemacht, sagte Richard Oetker. „Dennoch spüren wir die Verunsicherung der Verbraucher.“ Mit umfangreichen Kontrollen versuche man, einwandfreie Produkte zu sichern. Insgesamt belief sich im Jahr 2012 die Summe der eigenen Kontrollen und Prüfungen auf 2,15 Millionen. „Hundertprozentige Sicherheit kann es aber nicht geben.“

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