Unternehmen Drogeriemarktkette dm profitiert von Schlecker-Pleite

Eine Filiale der Drogeriemarktkette dm:

Eine Filiale der Drogeriemarktkette dm: © dm-drogerie markt

Der Schlecker-Effekt zeigt auch bei dm nachhaltig Wirkung: Die Drogeriemarktkette legt beim Umsatz erneut kräftig zu. Auch im Ausland verbuchte das Karlsruher Unternehmen einen ordentlichen Zuwachs.

 

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Die Drogeriemarktkette dm hält ihr hohes Wachstumstempo und profitiert weiterhin von der Pleite des einstigen Konkurrenten Schlecker. Im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres stiegen die Erlöse in Deutschland um 16,2 Prozent auf 2,87 Milliarden Euro, teilte dm-Chef Erich Harsch am Dienstag in Karlsruhe mit. Etwa fünf Prozentpunkte vom Umsatzplus dürften auf die Schlecker-Pleite zurückzuführen sein, erläuterte Harsch.

„Der Effekt durch Schlecker war durchaus sehr positiv“, sagte der dm-Chef. Allerdings werde man erst im Sommer absehen können, „was davon ein ‚Treppeneffekt‘ war und was einen nachhaltigen Trend ausgelöst hat“. Im Ausland wuchsen die Erlöse zwischen Oktober 2012 und März 2013 um 5,4 Prozent auf 908 Millionen Euro (Vorjahr: 862 Mio Euro). Zum Gewinn macht der deutsche Marktführer traditionell keine Angaben.

Vor den Plänen eines österreichischen Investors, unter dem Namen „Dayli“ einstige Schlecker-Filialen wiederzueröffnen, ist Harsch nicht bange. Fast alle dieser Läden seien für dm-Maßstäbe viel zu klein gewesen. „Eine gewisse Größe hat sich als Mindeststandard einfach durchgesetzt“, betonte er. Es sei daher durchaus fraglich, ob sich so kleine Geschäfte am Markt behaupten könnten.

Die Zahl der Filialen stieg innerhalb eines Jahres um knapp 180 auf 2802 dm-Märkte, sagte Harsch bei der Vorstellung der Halbjahreszahlen weiter. In Deutschland ist dm damit mit gut 1400 Filialen in der Fläche für seine 15 Millionen Kunden vertreten – ein Plus von 111 Geschäften. Es seien etwa 30 Filialen mehr als erwartet eröffnet worden – auch dies eine Folge vom Zusammenbruch des Schlecker-Imperiums.

Für das Geschäftsjahr insgesamt hält der Branchenprimus ein von Experten geschätztes Plus von knapp acht Prozent für durchaus möglich – „wir planen allerdings zurückhaltender“, sagte Harsch weiter.

Der deutsche Marktführer ist neben Deutschland in elf weiteren europäischen Ländern aktiv und beschäftigt konzernweit 46 600 Mitarbeiter. In Deutschland arbeiten 31 700 Menschen bei dm – von Schlecker übernahm dm dabei geschätzte 1000 Beschäftigte.

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