Unternehmen Dürr profitiert vom Autoboom in China

Eine Lackierkabine im Testcenter des Anlagen- und Maschinenbauers Dürr.

Eine Lackierkabine im Testcenter des Anlagen- und Maschinenbauers Dürr.© Dürr

Das Auftragspolster von Dürr wächst. Der Anlagenbauer profitiert vor allem von der Nachfrage der Autoindustrie in China. Die Absatzkrise der Autobauer in Europa schlägt allerdings auch auf den Hersteller von Lackieranlagen durch.

Der Anlagen- und Maschinenbauer Dürr hat auch im zweiten Quartal von den Investitionen der Autobauer in China und Nordamerika profitiert. Dagegen nahmen die Bestellungen aus dem Maschinenbau ab. Der Auftragseingang ging nach dem ungewöhnlich starken Vorjahr von 725,2 Millionen Euro auf 613,1 Millionen Euro zurück, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Allerdings war das bereits erwartet worden. Der Auftragsbestand wuchs indes weiter und sichert Dürr eine Auslastung bist weit über 2014 hinaus, so das Unternehmen.

Dürr profitiert nach wie vor vom Autoboom in China. Dort seien die Bestellungen in den ersten sechs Monaten gegenüber dem relativ schwachen ersten Halbjahr 2012 um 63,8 Prozent gestiegen, hieß es im Geschäftsbericht. Auch in Brasilien und Nordamerika verbuchte Dürr ein Auftragsplus. In Westeuropa und Deutschland hielten sich die Autobauer wie erwartet deutlich zurück.

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Der Umsatz lag im zweiten Quartal mit 589,2 Millionen Euro allerdings unter dem Vorjahreswert von 600,9 Millionen Euro. Der Vorstand gab sich aber weiter zuversichtlich, im zweiten Halbjahr bei den Erlösen deutlich Fahrt aufnehmen zu können. Viele Aufträge hätten sich im ersten Halbjahr noch in einer frühen Phase mit geringem Umsatzbeitrag befunden, hieß es. Vor Zinsen und Steuern wuchs der Gewinn von 42,7 auf 46,4 Millionen Euro, auch unter dem Strich blieben mit 29,7 Millionen Euro deutlich mehr hängen als noch vor einem Jahr.

Die Prognose für Umsatz, Auftragseingang und Marge bekräftigte das Unternehmen. Dürr-Chef Ralf Dieter kündigte zudem an, für Investitionen zehn Millionen Euro mehr als bislang geplant in die Hand zu nehmen. Die Mitarbeiterzahl soll 2013 von 7899 Ende Juni auf rund 8000 steigen.

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