Unternehmen „Einzelfälle schaden dem Unternehmerbild in der Öffentlichkeit“

Erstmals äußern sich Unternehmer zur Wulff-Affäre. Gegenüber impulse erklären sie, was Angemessenheit im Verhältnis zwischen Unternehmern und Politikern bedeutet. Wilfried Neuhaus-Galladé fällt gleich auf Anhieb ein gutes Beispiel für ein funktionierendes Miteinander ein.

Es ist unerlässlich, dass Politiker und Unternehmer einen kontinuierlichen
Austausch betreiben. Dies wird bei uns in Deutschland auch glücklicherweise
intensiv durch die Verbände und unternehmerischen Interessengruppen betrieben.
Das beste Beispiel für das gute Funktionieren dieses Austauschs ist die Bewältigung der zurückliegenden Krise.

Der einzelne Unternehmer selbst vor Ort sollte aber auch sehr wohl den Kontakt zu den jeweiligen regionalen politischen Vertretern, zu Landtags- und Bundestagsabgeordneten pflegen, denn diese müssen aus erster Hand um die Situation der Unternehmen und damit auch der dort arbeitenden Menschen in ihrer Region wissen. Fatal wird es, wenn einzelne Unternehmer möglicherweise bei Politikern versuchen, durch welche Zuwendungen oder Vergünstigungen auch immer, ob bedacht oder unbedacht, die eigenen Interessen auf eine Agenda zu setzen.

Anzeige

Fatal deswegen, weil so etwas negativ für die Wahrnehmung von Unternehmern
in der Öffentlichkeit ist und ein vollkommen falsches Bild abgibt – quasi so, als wäre dies der Normalfall. Die Nähe zu Politikern ist also absolut erwünscht, aber beide Seiten müssen strikt
die geschriebenen und ungeschriebenen Spielregeln des „sauberen Miteinander“ beinhalten – auch wenn man privat befreundet ist.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

(Kommentare werden von der Redaktion montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr freigeschaltet)

Bitte beantworten Sie die Sicherheitsabfrage (Anti-Spam-Schutz): *Captcha loading...