Unternehmen Entlassungen bei Schlecker möglich

Die angeschlagene Drogeriekette Schlecker schließt bei ihrer Sanierung Entlassungen nicht mehr aus. Zudem gibt das Unternehmen weitere Standorte auf. 2012 soll aber vieles besser werden: Geschäftsführer Lars Schlecker verspricht für nächstes Jahr den Turnaround.

Die angeschlagene Drogeriekette Schlecker schließt bei ihrer Sanierung Entlassungen nicht aus. Zwar seien bisher keine betriebsbedingten Kündigungen ausgesprochen worden, sagte Geschäftsführungsmitglied Lars Schlecker der „Welt am Sonntag“ laut Vorabbericht. „Wir können aber nicht garantieren, dass das im nächsten Jahr so bleibt.“

Das wegen der Arbeitsbedingungen seiner Beschäftigten immer wieder kritisierte Familienunternehmen schreibt seit Jahren Verluste. Mit einer Massenschließung von Filialen und einer Modernisierung der übrigen Läden will Schlecker wieder in die schwarzen Zahlen kommen. Die Gewerkschaft Verdi wirft dem Unternehmen der Zeitung zufolge mangelnde Abstimmung mit den Betriebsräten bei Filialschließungen vor.

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„Das erste Quartal wird noch von Schließungen geprägt sein“, bekräftigte Lars Schlecker, der Sohn des Unternehmensgründers Anton Schlecker, in dem Zeitungsbericht. „2012 werden wir den Turnaround schaffen.“ Nach früheren Firmenangaben sollen insgesamt 700 bis 1000 Filialen dichtgemacht werden. Zum Konzern gehörten zuletzt in Deutschland mehr als 8000 und in ganz Europa 11.000 Drogeriemärkte.

Das Unternehmen wies wegen leerer Regale in Filialen aufgekommene Gerüchte um Geldprobleme zurück. „Es gibt keine Probleme mit Lieferanten. Vereinzelte Regallücken schließen sich gerade“, versicherte Meike Schlecker, wie ihr Bruder Lars Mitglied der Geschäftsführung. Die Restrukturierung werde aus eigener Kraft bezahlt. Auch das Weihnachtsgeld sei ohne Verzögerungen gezahlt worden.

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