Unternehmen Erpresser legten Internet-Shops lahm

Der Plan hört sich simpel an: Die Webseiten von Internet-Shops lahmlegen und danach von den Betreibern bis zu 250 Euro erpressen. Die geschädigten Firmen blieben auf hohen Umsatzeinbußen sitzen. Inzwischen ermittelt das Bundeskriminalamt.

Vier junge Männer sollen rund 30 Internet-Shops erpresst und deren Server lahmgelegt haben. Das Bundeskriminalamt (BKA) und die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt hat die Ermittlungen gegen die mutmaßlichen Täter aufgenommen – wegen banden- und gewerbsmäßiger Erpressung sowie Computersabotage.

Die Wohnungen der 17- bis 23-Jährigen in Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern seien bereits Anfang August durchsucht worden, berichteten Generalstaatsanwaltschaft und BKA am Montag in Frankfurt und Wiesbaden.

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Die Beschuldigten sollen von den Shop-Betreibern 50 bis 250 Euro verlangt haben. Den Ermittlungen zufolge legten sie Server zwischenzeitlich stundenlang lahm, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen. Die dadurch verursachten Umsatzeinbußen werden auf mindestens 100.000 Euro geschätzt – deutlich mehr als die rund 1000 Euro, die die jungen Männer für ihre Erpressung bekommen haben sollen.

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