Unternehmen Europäischer Automarkt verlangsamt Talfahrt

Opel und Peugeot Citroën haben weiterhin mit einem Rückgang der Pkw-Neuzulassungen auf dem europäischen Markt zu kämpfen. Ein LIchtblick: Die Automärkte in Deutschland und Großbritannien erwiesen sich im Juni als vergleichsweise robust.

Im Juni schrumpften die Pkw-Neuzulassungen in der Europäischen Union (EU) nur noch um 2,8 Prozent auf 1,2 Millionen Fahrzeuge. Das war der geringste Rückgang seit acht Monaten, teilte der Herstellerverband ACEA am Dienstag mit. Im ersten Halbjahr rollten in den EU-Ländern damit 6,64 Millionen Fahrzeuge neu auf die Straßen – 6,8 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Zu den größten Verlieren gehörte der Rüsselsheimer Autobauer Opel der bei seiner heutigen Aufsichtsratssitzung einen Nachfolger für den vergangene Woche gefeuerten Vorstandschef Karl-Friedrich Stracke küren will. Im ersten Halbjahr schrumpfte der Absatz der Marke mit den Blitz in der EU um 15 Prozent auf 457.630 Autos, der Marktanteil ging auf 6,9 Prozent von 7,6 Prozent zurück. Auch der Allianzpartner PSA Peugeot Citroën bekam die Absatzkrise deutlich zu spüren. Die Neuzulassungen der Franzosen, die vergangene Woche den Abbau von 8000 Stellen angekündigt hatten, brachen um 13,9 Prozent auf 808.660 Autos ein.

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Während die südeuropäischen Länder kräftige Absatzrückgänge verbuchten, erwiesen sich der deutsche und der britische Automarkt als vergleichsweise robust. Im ersten Halbjahr legten die Neuzulassungen in Deutschland um 0,7 Prozent auf 1,63 Millionen Pkw zu, in Großbritannien kletterten sie um 2,7 Prozent auf 1,06 Millionen Autos.

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