Unternehmen Ex-BDI-Chef Henkel tritt „Alternative für Deutschland“ bei

Hans-Olaf Henkel gilt als Euro-Kritiker.

Hans-Olaf Henkel gilt als Euro-Kritiker.© privat/Random House

Unterstützt hatte Hans-Olaf Henkel die Euro-Skeptiker schon lange, jetzt ist der frühere BDI-Präsident der "Alternative für Deutschland" beigetreten. Bei der Europawahl könnte er für die Partei eine wichtige Rolle spielen.

Der ehemalige Vorsitzende des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, Hans-Olaf Henkel, ist der eurokritischen „Alternative für Deutschland“ (AfD) beigetreten. „Nachdem uns Ex-BDI-Chef Hans-Olaf Henkel in der Vergangenheit bereits unterstützte ist er vor kurzem nun auch unserer Partei beigetreten“, bestätigte die Partei am Mittwoch auf ihrer Facebook-Seite einen entsprechenden Bericht des Magazins „Focus“.

Der ehemalige BDI-Vorsitzende selbst hat bislang noch keine Stellung genommen. Henkel gilt aber als Euro-Kritiker: In der Vergangenheit kritisierte er die Bundesregierung immer wieder scharf für ihre Euro-Politik, veröffentlichte darüber hinaus im vergangenen Jahr ein Buch mit dem Titel „Die Euro-Lügner“.

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Möglicher Spitzenkandidat für Europawahl

Laut „Focus“ soll er die Partei bei der Europawahl im Mai prominent repräsentieren und neben Parteisprecher Bernd Lucke als Spitzenkandidat antreten. Henkels Kandidatur soll dem Bericht zufolge nächsten Dienstag auf einer Pressekonferenz offiziell bekannt gegeben werden.

Bei der Bundestagswahl im September 2013 war die „Alternative für Deutschland“ mit 4,7 Prozent der Stimmen knapp an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert. Bei der Wahl zum Europäischen Parlament gibt es lediglich eine Drei-Prozent-Sperrklausel. Mit einem prominenten Mitglied wie Henkel könnten die Chancen der AfD steigen, ins Parlament in Straßburg einzuziehen.

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