Unternehmen Ex-GM-Chef Akerson: Opel hat das Schlimmste hinter sich

Das Opel-Werk in Rüsselsheim

Das Opel-Werk in Rüsselsheim© GM Company

Mit dem Aus des Standorts Bochum zum Jahresende hat Opel seine Kosten weitestgehend im Griff. Opel werde die Kurve kriegen und Mitte des Jahrzehnts schwarze Zahlen schreibe, sagte Ex-GM-Chef Dan Akerson in einem Interview. Und machte gleichzeitig eine Kampfansage an Volkswagen.

Ex-GM-Chef Dan Akerson sieht die europäische GM-Tochter Opel auf einem guten Weg. Zwar macht Opel noch immer Verluste. Zuletzt wurde das Minus aber immer kleiner – auch, weil das Unternehmen die Kosten abgebaut habe, sagte der im Januar ausgeschiedene GM-Chef dem „Handelsblatt“ (Donnerstag). Weitere tiefe Einschnitte stünden nicht bevor: „Auf einer Skala von eins bis zehn sind wir derzeit bei sieben oder acht. Der schlimmste Teil liegt hinter uns.“

Opel könne sich nun auf den Markt konzentrieren. Wenn Opel in den nächsten Jahren noch ein oder zwei Prozentpunkte Marktanteil gewinne, werde die Kostenstruktur wettbewerbsfähig: „Opel wird die Kurve kriegen und Mitte des Jahrzehnts schwarze Zahlen schreiben.“ 2013 hatten Opel und die britische Schwestermarke Vauxhall ihren Marktanteil in Europa erstmals seit 14 Jahren wieder leicht auf 5,61 Prozent ausgebaut.

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Kampfansage an Volkswagen

Obwohl General Motors bei den Verkaufszahlen auf einer Stufe mit Volkswagen steht, sieht Akerson das Unternehmen bei der Produktionsstrategie erst in fünf bis sechs Jahren in Schlagdistanz zu den Wolfsburgern. Seine Nachfolgerin Mary Barra müsse Komplexität aus dem US-Konzern herausnehmen und etwa die Zahl der Plattformen reduzieren, sagte Akerson dem Blatt: „Am Ende des Jahrzehnts werden wir es mit Volkswagen oder Toyota aufnehmen können.“

Angesichts von 9,7 Millionen verkauften Autos im vergangenen Jahr klingt das nach einer Kampfansage in Richtung VW. Die Niedersachsen wollen 2018 die weltweite Nummer eins unter den Autobauern werden. Derzeit liegt Toyota noch an der Spitze. „VW ist gut in Modulen, die sie in der Produktion für sehr billige und etwas teurere Autos verwenden“, sagte Akerson. So eine Baukastenstrategie habe GM lange abgelehnt: „Aber die Einsparungen im Einkauf sind groß.“

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