Unternehmen Geschäftsführer Löbich verlässt Märklin

Weichenstellung: Märklin hat den Turnaround geschafft

Weichenstellung: Märklin hat den Turnaround geschafft© Miniaturwunderland

Wenige Monate nach der Übernahme des Modellbahnherstellers Märklin durch Simba-Dickie-Chef Michael Sieber verlässt nun Geschäftsführer Stefan Löbich das Unternehmen. Seine Ideen deckten sich nicht mit denen des neuen Eigentümers, sagt Löbich.

Der traditionsreiche Modellbahnhersteller Märklin und sein Geschäftsführer Stefan Löbich haben sich getrennt. Der 49-Jährige verlasse das Göppinger Unternehmen nach drei Jahren „in beiderseitigem Einvernehmen“, heißt es in einer Pressemitteilung vom Montag. Löbich sagte der Nachrichtenagentur dpa, seine Ideen seien „nicht deckungsgleich“ mit denen des neuen Eigentümers. „Da ist es besser, wenn man das frühzeitig erkennt und sich einigt“, sagte Löbich. Der Diplom-Kaufmann war 2010 von Insolvenzverwalter Michael Pluta verpflichtet worden. Märklin war im März vom Chef des Fürther Spielwarenkonzerns Simba Dickie, Michael Sieber, übernommen worden.

„Wir bedauern den Schritt von Herrn Löbich“, sagte der neue Eigentümer, „akzeptieren aber seine Entscheidung.“ Löbich sei es gelungen, neue Vertriebswege im In- und Ausland aufzubauen und damit neue Absatzmärkte zu schaffen. Sein größter Erfolg sei die Spielzeug-Eisenbahn-Serie „my World“, mit der es Märklin geschafft habe, „in die Kinderzimmer zurückzukehren“.

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Die Märklin-Gruppe mit den Marken Trix und LGL beschäftigt 1100 Mitarbeiter, 480 davon in Ungarn. Eine Arbeitsplatzgarantie sichert ihre Jobs mindestens bis 2019. Im Gegenzug müssen die Beschäftigten weiter auf Urlaubs- und Weihnachtsgeld verzichten. Nach Plutas früheren Angaben hat Märklin 2012 rund 109 Millionen Euro Umsatz gemacht. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern lag mit rund 10 Millionen Euro auf dem Niveau der Vorjahre.

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