Unternehmen „Geschenke bis zu 40 Euro erlaubt sind. Mehr nicht“

Erstmals äußern sich Unternehmer zur Wulff-Affäre. Gegenüber impulse erklären sie, was Angemessenheit im Verhältnis zwischen Unternehmern und Politikern bedeutet. Sabine Herold fordert von Politikern moralische Festigkeit.

Ich habe kein Verständnis dafür, wenn Politiker Geschenke annehmen oder in
den Genuss anderer Vorteile gelangen. Sie sollten sich klarmachen, dass ihre
Macht nur entlehnt ist, weil sie – für eine begrenzte Zeit – die Aufgabe haben, die
Bevölkerung zu vertreten. Natürlich ist das eine schwierige Gratwanderung, aber
von Politikern kann man moralische Festigkeit verlangen.

Dass Unternehmer Lobbyarbeit machen, ist legitim, solange sie nicht zu unlauteren Mitteln greifen. Bei uns in der Firma gilt die Regel, dass nur Geschenke bis zu 40 Euro erlaubt sind. Mehr nicht. Letztlich geht es dabei um etwas sehr Einfaches: um Anstand und eine gute Kinderstube. Ich möchte mich schließlich auch nicht durch Vorteile, die mir gewährt werden, verpflichtet fühlen, eine Gegenleistung zu erbringen. So etwas lehne ich ab. Es würde etwas Grundlegendes angreifen: meine Unabhängigkeit und Freiheit.

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