Unternehmen Gründer der Oettinger Brauerei ist tot

Das Logo der Oettinger-Brauerei

Das Logo der Oettinger-Brauerei© Screenshot des Oettinger-Logos auf http://oettinger-bier.de

Er machte aus einer kleinen Brauerei ein Brauimperium: Günther Kollmar, Gründer der Oettinger-Gruppe. Anders als andere Marken kam Oettinger dabei ohne millionenschwere Werbekampagnen aus. Er starb am Dienstag im Alter von 75 Jahren.

Der Gründer der Oettinger Brauerei-Gruppe, Günther Kollmar, ist tot. Er starb am Dienstag im Alter von 75 Jahren in Oettingen (Bayern) nach kurzer, schwerer Krankheit. Das teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Kollmar hatte aus der kleinen Brauerei ein privates Brauimperium geformt. Bereits seit 2004 ist die Marke die meistgetrunkene Biersorte in Deutschland, noch vor Krombacher oder Bitburger.

Kollmars Familie übernahm Oettinger im Jahr 1956. Daraus formte Kollmar später die Brauerei-Gruppe. Als Mitte der 70er-Jahre große Supermärkte in Mode kamen, nutze er früh diese neuen Vertriebswegs. Niedriger Preis und kaum Werbung, dazu mehrere Braustätten in Deutschland – aus diesen Zutaten schuf Kollmar einen großen Player auf dem zersplitterten deutschen Biermarkt. 1100 Mitarbeiter hat Oettinger heute.

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Anders als andere Marken kam Oettinger dabei ohne millionenschwere Werbekampagnen aus und produziert zu vergleichsweise geringen Kosten. Gegen die abschätzige Bezeichnung seiner Getränke als „Billig-Bier“ wehrte sich Kollmar stets. „Unser Preis ist unsere Werbung“, soll er seine Strategie einst beschrieben haben. Heute gibt es kaum einen Supermarkt, in dem keine Bierkisten von Oettinger zu finden sind.

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