Unternehmen Hapag-Lloyd kehrt in die Gewinnzone zurück

Ein Containerschiff der Reederei Hapag-Lloyd

Ein Containerschiff der Reederei Hapag-Lloyd© Hapag-Lloyd

Weltweit ist die Schifffahrt in eine langanhaltende Krise geraten. Die Reederei Hapag-Lloyd hat trotz der niedrigen Frachtraten im zweiten Quartal einen Gewinn eingefahren - vor allem dank deutlicher Kosteneinsparungen.

Die Reederei Hapag-Lloyd hat im zweiten Quartal dieses Jahres trotz des scharfen Wettbewerbs in der Containerschifffahrt schwarze Zahlen geschrieben. Ursache für das positive Quartalsergebnis von knapp 21 Millionen Euro (Vorjahresquartal: minus 7,3 Millionen Euro) seien vor allem deutliche Kosteneinsparungen und etwas niedrigere Treibstoffpreise, teilte Hapag-Lloyd am Mittwoch in Hamburg mit. Dagegen konnten angekündigte Ratenerhöhungen im Markt nicht durchgesetzt werden. „Ratenerhöhungen sind unverzichtbar, um wieder zu einer vernünftigen Ergebnissituation zurückzukehren“, sagte Vorstandschef Michael Behrendt.

Die Transportmenge stieg um 2,3 Prozent auf 1,39 Millionen Standardcontainer (TEU). Der Umsatz lag dagegen mit 1,71 (1,79) Milliarden Euro unter dem gleichen Vorjahresquartal.

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Für das erste Halbjahr ergibt sich somit ein nahezu unveränderter Umsatz von 3,36 (3,40) Milliarden Euro und ein Konzernverlust von 73 Millionen Euro. Das erste Quartal ist bei Linienreedereien traditionell das schlechteste des Jahres und fiel in diesem Jahr bei Hapag-Lloyd besonders schlecht aus. Die durchschnittliche Frachtrate von 1522 Dollar je TEU lag nochmals um 17 Dollar unter dem ohnehin schwachen Niveau des vergangenen Jahres.

Hapag-Lloyd will in diesem Jahr operativ ein positives Ergebnis erreichen, also vor Steuern und Zinsen. Nach einem halben Jahr liegt dieses Ergebnis mit 13,5 Millionen Euro im Plus. Der Konzern ist mit 3,1 Milliarden Euro Eigenkapital und einer Eigenkapitalquote von 44 Prozent solide finanziert. Allein im ersten Halbjahr investierte er
464 Millionen Euro in Schiffe und Container.

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