Unternehmen Hornbach startet schlecht ins neue Geschäftsjahr

Ein Hornbach-Markt in München.

Ein Hornbach-Markt in München. © Hornbach-Baumarkt-AG

Für Baumärkte ist der Frühling normalerweise die umsatzstärkste Zeit, nicht aber dieses Jahr: Schnee und Eiseskälte im März machten der Branche einen Strich durch die Rechnung. Hornbach verdiente im ersten Quartal rund ein Drittel weniger als im Vorjahr.

Das nasskalte Frühjahr hat dem Baumarktkonzern Hornbach einen schlechten Start ins neue Geschäftsjahr beschert. Unter dem Strich verdiente das Unternehmen im ersten Quartal (von Anfang März bis Ende Mai) 31,2 Millionen Euro und damit rund ein Drittel weniger als im Vorjahreszeitraum, wie der Konzern am Donnerstag im pfälzischen Neustadt an der Weinstraße mitteilte.

„So einen verhagelten Start haben wir und die gesamte Do-it-yourself-Branche noch nie erlebt“, erklärte Konzernchef Albrecht Hornbach. „Schnee und Frost legten die Nachfrage in unseren Bau- und Gartenmärkten im März und der ersten Aprilhälfte 2013 buchstäblich auf Eis.“

Anzeige

Das Betriebsergebnis (Ebit) brach den Angaben zufolge um 32,2 Prozent auf 51,1 Millionen Euro ein, der Umsatz ging um 2,9 Prozent auf 892 Millionen Euro zurück. Dass die Zahl nicht noch stärker sank, ist mehreren neuen Märkten zu verdanken, die der Konzern im vergangenen Geschäftsjahr eröffnete. Ohne Berücksichtigung von Neueröffnungen oder Schließungen sank der Umsatz der Baumarkttochter um knapp sechs Prozent. Die Baustoff-Kette mit aktuell 27 Märkten in Südwestdeutschland und Frankreich büßte trotz einer Neueröffnung in der Pfalz rund ein Prozent Umsatz ein und erlöste 52,7 Millionen Euro. Wegen der Frosttage im März seien viele Bauprojekte verschoben worden, teilte der Konzern mit.

Das Unternehmen hält aber an seinen Zielen für das Gesamtjahr fest, wie Vorstandschef Hornbach erklärte: „Der Bau- und Renovierungsbedarf ist unverändert hoch.“ Der Umsatz soll demnach leicht gesteigert und das Betriebsergebnis in etwa gehalten werden. Hornbach betreibt 139 Baumärkte in neun europäischen Ländern und beschäftigt rund 15 100 Mitarbeiter.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

(Kommentare werden von der Redaktion montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr freigeschaltet)

Bitte beantworten Sie die Sicherheitsabfrage (Anti-Spam-Schutz): *Captcha loading...