Unternehmen Hymer geht von der Börse

Ein Van Premium des Caravan- und Reisemobil-Herstellers Hymer.

Ein Van Premium des Caravan- und Reisemobil-Herstellers Hymer.© Hymer Pressefoto

Der Wohnmobilhersteller Hymer wird von der Börse genommen. Auf der Hauptversammlung in Weingarten wurde ein Zwangsausschluss der Kleinanleger mit großer Mehrheit beschlossen.

 

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Der Zwangsausschluss der Kleinanleger – ein sogenanntes Squeeze Out – sei auf der Hauptversammlung mit großer Mehrheit beschlossen worden, sagte ein Sprecher des Unternehmens am Donnerstag. Nun laufe eine Einspruchsfrist von vier Wochen. „Am 27. Mai wird dann – sofern kein Einspruch gekommen ist – der Übertragungsbeschluss im Handelsregister eingetragen.“

Die Barabfindung für die Übertragung der Aktien auf die Erwin Hymer Vermögensverwaltungs AG (EHVV) sei auf 56,82 Euro je Aktie festgelegt worden. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben seit 1990 an der Börse. Im Familienbesitz habe die Firma aber bessere Perspektiven, hieß es schon Ende 2011 bei Hymer. Durch einen Rückzug von der Börse erwarte man eine Ersparnis von rund einer Million Euro pro Jahr.

Die EHVV hält als Hauptaktionärin des Unternehmens mit Sitz in Bad Waldsee (Kreis Ravensburg) derzeit noch 98,2 Prozent der Hymer-Aktien. Ihr gehören Mitglieder der Familie Hymer an.

Hymer musste die Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr (Stichtag 31.8.) im Februar deutlich nach unten schrauben. Auch wegen des schwierigen Branchenumfeldes erwarte man ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) in Höhe von 8 bis 15 Millionen Euro. Etwa vier Wochen vorher hatte die Hymer AG noch mit bis zu 27 Millionen Euro gerechnet, nach 34 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2011/12.

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