Unternehmen „Ich will mit Red Bull die Welt erobern“

In der Welt der schnellen Autos ist der Brauseverkäufer schon der Sieger. Jetzt will Red-Bull-Konzernchef Dietrich Mateschitz dem Mobilfunk Flügel verleihen.

Der Formel 1-Sieg ist auch ein Triumph für Red Bull-Chef Dietrich Mateschitz. „Es ist wunderschön, damit haben wir nicht mehr gerechnet. Es ist einfach gewaltig. Am Schluss haben wir vielleicht mehr Glück als Verstand gehabt“, kommentierte der Österreicher den WM-Titelgewinn. Dabei überlässt der 66-jährige Manager nichts dem Zufall. Nachdem die ersten Jahre in der Formel 1 nach der Übernahme des Rennstalls von Jaguar im Herbst 2004 schleppend verlaufen waren, erhöhte er die Investitionen für die Technik deutlich.

Red Bull verfügt inzwischen über das beste Auto der Formel 1 und sicherte sich erst in der Vorwoche den Weltmeistertitel in der Konstrukteurswertung. 180 Mio. Euro stehen dem Formel 1-Team jährlich zur Verfügung, davon stammen zwei Drittel von Red Bull und der Rest von anderen Sponsoren. „Ich will mit Red Bull die Welt erobern“, lautete das Ziel des Österreichers.

Anzeige

Der Formel-1-Sieg soll nun den Vertrieb des Brausegetränks ankurbeln. Im Zuge der Wirtschaftskrise hat sich der Gewinn von Red Bull in den vergangenen beiden Jahren auf 120 Mio. Euro fast halbiert. „Dieses Jahr wird wahrscheinlich eines der erfolgreichsten oder das erfolgreichste Jahr überhaupt in der Geschichte von Red Bull werden“, kündigte der Konzernchef jüngst an. Das US-Magazin „Forbes“ schätzt Mateschitz‘ Vermögen auf 4 Mrd. Euro.

1982 entdeckte er bei einer Reise nach Thailand den Energydrink Krating Daeng. Mateschitz tat sich mit dessem Eigentümer, dem Geschäftsmann Chaleo Yoovidhya, zusammen. Der Österreicher vermarktete das bis dahin nur in Thailand erhältliche Brausegetränk unter dem Namen Red Bull weltweit. Er ist an Red Bull mit 49 Prozent beteiligt. die Familie Yoovidhya aus Thailand hält 51 Prozent.

In diesem Jahr soll der Konzern 4,4 Mrd. Euro umsetzen. Ein Drittel der Erlöse werden fürs Marketing ausgegeben. Und er hat noch einiges vor. Mit Red Bull Mobile will er den Mobilfunkmarkt aufrollen. In einem Großteil der 140 Länder, in denen das Getränk erhältlich ist, sollen demnächst auch Handys und Mobilfunkdienste angeboten werden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

(Kommentare werden von der Redaktion montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr freigeschaltet)

Bitte beantworten Sie die Sicherheitsabfrage (Anti-Spam-Schutz): *Captcha loading...