Unternehmen Insolvenzverwalter erwarten mehr Firmenpleiten

Zu Jahresanfang sorgte der Konjunkturaufschwung für einen deutlichen Rückgang bei den Firmenpleiten - damit dürfte jedoch bald schluss sein. Insolvenzverwalter rechnen ab Spätherbst mit einem Anstieg der Firmenzusammenbrüche.

Angesichts der Turbulenzen an den Finanzmärkten rechnen Insolvenzverwalter mit einem Anstieg der Firmenpleiten noch in diesem Jahr. Es sei nur eine Frage der Zeit, bis die Krise auf die Realwirtschaft durchschlage, sagte Christoph Niering, Vorsitzender des Insolvenzverwalterverbandes VID. „Erfahrungsgemäß verleiten Krisen wie diese die Banken zu mehr Zurückhaltung bei der Kreditvergabe.“ Die Experten rechnen daher ab Spätherbst mit einem Anstieg der Firmenzusammenbrüche.

Zu Jahresanfang sorgte der Konjunkturaufschwung noch für einen deutlichen Rückgang bei den Firmenpleiten. Im ersten Halbjahr mussten 15.247 Unternehmen den Gang zum Insolvenzrichter antreten, das war ein Rückgang um 7,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, teilte das Statistische Bundesamt mit. Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen sank zwischen Januar und Juni um 3,9 Prozent. Damit bestätigten die Statistiker einen Trend, über den zuvor bereits Wirtschaftsinformationsdienste wie Creditreform berichtet hatten.

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Die voraussichtlich offenen Forderungen der Gläubiger beliefen sich den Statistikern zufolge auf 15,8 Mrd. Euro. Im ersten Halbjahr 2010 waren es noch 21,2 Mrd. Euro gewesen.

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